Dauer der idealen Umarmung ist 5-10 Sekunden für maximale Glücksausschüttung.
Was letztes Jahr fast tabu war, gönnen sich einige durch Impfungen wieder mehr: Umarmungen. 

Was letztes Jahr fast tabu war, gönnen sich einige durch Impfungen wieder mehr: Umarmungen.

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GlückshormoneDie ideale Umarmung dauert 5-10 Sekunden

Britische Forschende haben herausgefunden, was es zum perfekten Knuddeln braucht – und welche Vorteile eine Umarmung bietet.

von
Geraldine Bidermann

Vieles im Leben ist eine Frage des Timings. So auch Umarmungen: Eine Studie der Goldsmiths University of London hat gezeigt, dass Umarmungen zu kurz sein können. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in einem Test aufgefordert, sich zu umarmen. Die Umarmungen dauerten zwischen einer und zehn Sekunden.

Drei Sekunden sind zu wenig

Nach den Umarmungen wurden die Teilnehmenden zu ihrer Gefühlslage befragt. Dabei kam heraus, dass Umarmungen, die länger als fünf Sekunden dauerten, einen viel grösseren und nachhaltigeren Einfluss auf das Wohlbefinden hatten als solche, die weniger als drei Sekunden dauerten.

Zwei Formen der Umarmung

Bei den Hugs wurde in der Studie zwischen zwei Hauptkategorien unterschieden. Bei der «Criss-Cross-Umarmung» drücken sich Menschen diagonal. Bei der «Nacken-Taille-Umarmung» umfasst eine Person die andere um den Hals und die andere, ihr ahnt es bereits, umfasst die Taille.

Criss-Cross: diagonale Arme, maximale Nähe. 

Criss-Cross: diagonale Arme, maximale Nähe.

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Nacken-Taille: richtig kuschlig reinhängen. 

Nacken-Taille: richtig kuschlig reinhängen.

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Bei der Studie kam heraus, dass beide Formen das gleiche Wohlbefinden auslösen, innige Umarmungen intuitiv aber oft auf links stattfinden, also so, dass der Kopf links zum Ruhen kommt. Egal, wie lange und wie oft du umarmst oder umarmt wirst: Dein Körper profitiert davon.

Darum tun uns Umarmungen gut

  • Bei einer innigen Umarmung wird im Körper das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Das «Kuschelhormon» stärkt uns und unsere Beziehungen. Es dämpft Aggression und fördert Empathie.

  • Auch Endorphine – Glückshormone – werden freigesetzt. Das baut Stresshormone ab und beruhigt mit der Zeit Atmung und Herzschlag, was die Stimmung nach einem strengen Tag oder auch nach einem Streit wieder ausgleicht.

  • Säuglinge erkennen ihre Eltern bereits früh an deren Berührung, dieser Tastsinn ist in ihrem Zell- und Nervensystem eingebettet. Umarmungen stärken ihr Selbstvertrauen und Immunsystem. Auch das Selbstbewusstsein von Erwachsenen profitiert von Nähe.

Falls du gerade niemanden zum Kuscheln hast: Vielleicht knuddelst du einfach wieder einmal einen Hund, das hat gemäss Forschenden ähnliche Vorteile wie eine menschliche Umarmung.

Was ist für dich eine ideale Umarmung? Erzähle uns davon im Kommentarfeld. 

Was ist für dich eine ideale Umarmung? Erzähle uns davon im Kommentarfeld.

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