Aktualisiert 08.06.2011 12:24

Hitparaden-Untersuchung

«Die IFPI ist wie die FIFA»

Für die Leser von 20 Minuten Online ist klar: Bei der «Offiziellen Schweizer Hitparade» geht es nicht mit rechten Dingen zu und her. Mit der IFPI gehen einige hart ins Gericht.

Ob Bligg, Lady Gaga oder Jennifer Lopez: Acts von IFPI-Labels landen immer wieder vorne in den Charts.

Ob Bligg, Lady Gaga oder Jennifer Lopez: Acts von IFPI-Labels landen immer wieder vorne in den Charts.

Die IFPI ist in den Fokus der Wettbewerbskommission geraten. Die Vorwürfe: Der Branchenverband und dessen Mitglieder sollen Parallelimporte gewisser Musikträger - etwa CD - behindert haben. Untersuchen will die WEKO zudem die Bedingungen für die Aufnahme in die IFPI Schweiz. Und sie will klären, nach welchen Kriterien die Hitparade erstellt wird.

Die Meinungen sind gemacht

Der User von 20 Minuten Online will diese Untersuchung gar nicht erst abwarten. Für ihn ist klar: Bei der Hitparade geht nicht alles mit rechten Dingen zu und her. Bis am Mittwoch, dem 8. Juni 2011 glaubten bei einer Umfrage von 20 Minuten Online von rund 600 Teilnehmern 92 Prozent, dass die «Offizielle Schweizer Hitparade» manipuliert werde.

Auch beim Talkback sind die Meinungen schon gemacht. Leser Daniel Spycher etwa meint: «Dass die Hitparade manipuliert ist, sollte nun wirklich niemanden erstaunen. Das ist ja schon seit ewig ein offenes Geheimnis.» John Parr will «die IFPI verbieten», Hans Meier will «aufräumen» und Dr. A. Konisch hat sich «schon immer gefragt, wie es diese Schrottmusik in die Charts schafft».

«Dreck am Stecken»

Der User «in guz we trust» wagt einen grossen Vergleich. Er setzt die IFPI mit der Fifa gleich und meint: «Die Menschen lieben Fussball, aber die Fifa nicht, und genauso mögen die Menschen Musik, aber die IFPI nicht. Doch ohne Fifa keine Fussball-WM und ohne IFPI hätte es auch die Schweizer Musikszene nicht so einfach. Ob die beiden Dreck am Stecken haben? Gut möglich.»

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