Aktualisiert 27.12.2016 10:51

Wyss' Auffahrunfall «Die Information wurde bewusst zurückgehalten»

Stapi-Kandidatin Ursula Wyss musste im Januar ihren Führerschein abgeben. Dass ihr Unfall gerade jetzt publik wurde, ist für Politologe Mark Balsiger kein Zufall.

von
sul
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Stapi-Kandidatin Ursula Wyss hat im vergangenen Januar einen Auffahrunfall verursacht. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, musste sie in der Folge für 31 Tage auf ihren Führerschein verzichten.

Stapi-Kandidatin Ursula Wyss hat im vergangenen Januar einen Auffahrunfall verursacht. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, musste sie in der Folge für 31 Tage auf ihren Führerschein verzichten.

Keystone/Alessandro della Valle/Keystone
Dass die Angelegenheit so kurz vor der Stichwahl zwischen Wyss und ihrem Grünen Kontrahenten Alec von Graffenried (rechts) an die Öffentlichkeit gelangte, sei vom Timing her «unglücklich», meint der Berner Politologe Marc Balsiger gegenüber 20 Minuten. «Hätte Wyss den Vorfall damals gleich von sich aus transparent gemacht, wäre das Ganze längst vom Tisch.»

Dass die Angelegenheit so kurz vor der Stichwahl zwischen Wyss und ihrem Grünen Kontrahenten Alec von Graffenried (rechts) an die Öffentlichkeit gelangte, sei vom Timing her «unglücklich», meint der Berner Politologe Marc Balsiger gegenüber 20 Minuten. «Hätte Wyss den Vorfall damals gleich von sich aus transparent gemacht, wäre das Ganze längst vom Tisch.»

Keystone/Alessandro della Valle
Der Politologe glaubt dennoch nicht, dass sich das Verkehrsdelikt negativ auf den Wahlkampf der Stapi-Kandidatin auswirken wird. «Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Gegnerschaft von einem solchen Bagatell-Unfall Kapital schlagen kann.»

Der Politologe glaubt dennoch nicht, dass sich das Verkehrsdelikt negativ auf den Wahlkampf der Stapi-Kandidatin auswirken wird. «Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Gegnerschaft von einem solchen Bagatell-Unfall Kapital schlagen kann.»

Keystone/Alessandro della Valle

Ursula Wyss, ehemalige SP-Fraktionspräsidentin im Nationalrat, aktuelle Direktorin für Tiefbau und Verkehr sowie Kandidatin fürs Berner Stadtpräsidium, hat im vergangenen Januar einen Auffahrunfall gebaut. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, musste sie in der Folge für 31 Tage auf ihren Führerschein verzichten.

Dass die Angelegenheit so kurz vor der Stichwahl zwischen Wyss und ihrem Grünen Kontrahenten Alec von Graffenried an die Öffentlichkeit gelangte, sei vom Timing her «unglücklich», meint der Berner Politologe Mark Balsiger gegenüber 20 Minuten. «Hätte Wyss den Vorfall damals gleich von sich aus transparent gemacht, wäre das Ganze längst vom Tisch.»

«Menschlicher und greifbarer»

Der Politologe glaubt dennoch nicht, dass sich das Verkehrsdelikt negativ auf den Wahlkampf der Stapi-Kandidatin auswirken wird. «Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Gegnerschaft aus einem solchen Bagatell-Unfall Kapital schlagen kann.»

Doch hat ein solcher Vorfall nicht gerade für eine Politikerin, die bei vielen als Miss Perfect gilt, umso negativere Folgen? Für den Wahlkampf-Experten trifft das Gegenteil zu: «Es macht sie menschlicher und greifbarer.»

Am Gaspedal hängen geblieben

Dass Wyss' Auffahrunfall gerade jetzt publik wurde, sei kein Zufall. «Die Information wurde bewusst zurückgehalten in der Hoffnung, der Kandidatin damit in der entscheidenden Phase des Wahlkampfs schaden zu können», meint Balsiger.

Wyss erklärt den Unfall im «SonntagsBlick» so: «Dass ich trotz genügend Abstand und ohne Ablenkung auf das vor mir stehende Auto auffuhr, hat damit zu tun, dass ich bei der beabsichtigten Bremsung am Gaspedal hängen blieb.»

Ihr Mobility-Auto sei aber glücklicherweise nur mit geringer Geschwindigkeit auf den Wagen aufgefahren, der vor ihr auf der Weltpoststrasse unterwegs war. Niemand sei verletzt worden.

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