Zürich schafft mehr Kapazitäten: «Die Intensivpflege-Stationen werden stark beansprucht»
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Zürich schafft mehr Kapazitäten«Die Intensivpflege-Stationen werden stark beansprucht»

Im Kanton Zürich sind knapp 400 Corona-Patienten im Spital. Nun sollen auch Privat- und Rehakliniken bei der Bewältigung der Pandemie mithelfen.

von
Thomas Mathis
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Die Situation in Zürcher Spitälern ist angespannt, eine Entlastung ist kurzfristig nicht zu sehen.

Die Situation in Zürcher Spitälern ist angespannt, eine Entlastung ist kurzfristig nicht zu sehen.

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Derzeit sind 393 Personen wegen Corona in einem Zürcher Spital. Davon sind 87 Patienten auf der Intensivstation.

Derzeit sind 393 Personen wegen Corona in einem Zürcher Spital. Davon sind 87 Patienten auf der Intensivstation.

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Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli appelliert an die Bevölkerung: «Schützen Sie sich, dann schützen Sie auch das Gesundheitspersonal vor Überlastung.»

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli appelliert an die Bevölkerung: «Schützen Sie sich, dann schützen Sie auch das Gesundheitspersonal vor Überlastung.»

Kanton Zürich

Darum gehts

  • Im Kanton Zürich sind 393 Personen wegen Corona im Spital.

  • Um die Corona-Spitäler zu entlasten, werden nun zusätzliche Kapazitäten aktiviert.

  • Regierungsrätin Natalie Rickli appelliert an die Bevölkerung, sich zu schützen und so eine Überlastung zu verhindern.

«Die Spitäler sind enorm gefordert, die Intensivpflegestationen werden stark beansprucht» – das teilt der Kanton Zürich am Mittwochmorgen mit. Derzeit sind 393 Personen im Kanton Zürich wegen Corona im Spital. Davon sind 87 Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation. Kurzfristig sei angesichts der Entwicklung der Fallzahlen mit keiner Entlastung zu rechnen.

Es gibt drei Corona-Spitalkategorien im Kanton. Um die Durchhaltefähigkeit der A- und B-Spitäler sicherzustellen, hat die Gesundheitsdirektion laut Mitteilung beschlossen, zusätzliche Kapazitäten zu aktivieren. Das heisst, dass die C-Spitäler stärker in die Bewältigung der Pandemie miteinbezogen werden. Dazu gehören unter anderem Privatkliniken und Rehaklinken. Mit einer Aktualisierung der Anordnung hat die Gesundheitsdirektion die notwendige Rechtsgrundlage geschaffen.

Rickli appelliert an Bevölkerung

C-Spitäler sollen die A- und B-Spitäler entlasten und behandeln neu auch Corona-Patienten nach Beendigung der Akutphase und Nicht-Corona-Patienten aus A- und B-Spitälern, deren Behandlung nicht weiter aufgeschoben werden kann. Zudem werden die C-Spitäler verpflichtet, bei Bedarf und Verfügbarkeit den A- und B-Spitälern Personal zur Verfügung zu stellen.

SVP-Regierungsrätin Natalie Rickli appelliert an die Bevölkerung: «Schützen Sie sich, dann schützen Sie auch das Gesundheitspersonal vor Überlastung.» Die Versorgung sei nach wie vor sichergestellt.

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