Aktualisiert 11.08.2009 22:56

Schweiz vs. ItalienDie Italiener wollen wieder «bella figura» machen

Die Squadra Azzurra ist in die Jahre gekommen. Trainer Marcello Lippi steht in der Kritik. Und Goalie Gigi Buffon will, dass die Mannschaft in Basel eine gute Figur macht.

von
sco

Das Debakel am Confederations Cup mit Niederlagen gegen Ägypten (0:1) und Brasilien (0:3) hat Spuren hinterlassen im fussballerischen Selbstverständnis der Azzurri. «Der Cup war eine Ent­täuschung. Er hat Zweifel geschaffen und negative Antworten gegeben», sagt Goalie Gianluigi Buffon. Drei Jahre nach dem vierten WM-Titel und ein Jahr nach seiner Rückkehr an die Seitenlinie steht Trainer Lippi arg unter Druck. Medien und die rund 60 Millionen Experten im fussballverrückten Italien fordern vom Mann aus Viareggio einen radikalen Umbau. Lippi sieht keinen Anlass, will an altgedienten Stars wie Buffon (31), Cannavaro (36), Zambrotta (32) oder Pirlo (30) festhalten. «Das mache ich nicht aus Dankbarkeit, sondern aus Überzeugung.»

Immerhin will er gegen die Schweiz auch ein paar Junge einsetzen. Laut «Gazzetta dello Sport» sollen Verteidiger Domenico Criscito (22/Genoa) und Mittelfeldspieler Claudio Marchisio (23/Juventus) in der Startformation stehen. Dazu mit Giuseppe Rossi (22/Villarreal) einer der wenigen Lichtblicke vom Confed Cup. Buffon äussert sich zurückhaltend über die Jungen: «Ich hoffe, dass sie uns die eine oder andere Überraschung bescheren.» Denn der Keeper will heute im St.-Jakob-Park zu Basel vor allem eines: «Fare bella figura».

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