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Regierungsratswahl SHDie Junge SVP will einen zweiten Wahlgang

Die Spannungen zwischen der SVP und der FDP im Kanton Schaffhausen werden grösser. Nachdem die SVP den offiziellen FDP-Kandidaten um die Regierungsratsnachfolge nicht unterstützt, strebt nun die Junge SVP explizit einen zweiten Wahlgang an.

Wie die Junge SVP dazu erklärt, empfiehlt sie ihren Anhängerinnen und Anhängern, nicht den offiziellen FDP-Kandidaten Christian Amsler zu wählen, sondern den parteiintern unterlegenen Florian Hotz. Ziel sei es, einen zweiten Wahlgang zu erzwingen, damit die FDP dann einen der SVP genehmen Kandidaten nominiere.

Der offizielle FDP-Kandidat Christian Amsler vertrete zu viele Positionen, die von jenen der SVP abwichen, schreibt die Junge SVP. Die FDP dagegen hält an Amslers Kandidatur um die Nachfolge des altershalber zurücktretenden Finanzdirektors Heinz Albicker fest.

Der bei der SVP beliebtere Florian Hotz hat eine wilde Kandidatur ausgeschlossen. Er war parteiintern im fünften Wahlgang Amsler klar unterlegen.

Gut für die SP

Lachende Dritte bei diesen Auseinandersetzungen zwischen SVP und FDP ist die Schaffhauser SP: Sie sieht ihre Chancen wachsen, ihren Kandidaten Werner Bächtold im ersten Wahlgang in die Kantonsregierung zu bringen, wenn sich die Stimmen der Bürgerlichen aufsplitten.

Die SP hatte im Jahr 2000 ihren zweiten Regierungssitz verloren und hofft jetzt auf eine Rückgewinnung. Die SVP lehnt den FDP- Kandidaten vor allem ab, weil er nicht aus der Wirtschaft kommt, sondern das Pädagogische Zentrum des Kantons leitet. (sda)

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