Orlik, Giger und Co.: Die jungen, wilden Power-Schwinger
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Orlik, Giger und Co.Die jungen, wilden Power-Schwinger

Was Armon Orlik, Sämi Giger oder Remo Käser am Eidgenössischen zeigten, macht Lust auf mehr. Schwingerkönig Matthias Glarner nennt es «wahnsinnig».

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hua/als
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Am Ende waren die Augen beim Eidgenössischen Schwingfest auf Schwingerkönig Matthias Glarner und Armon Orlik gerichtet. Im gleichen Atemzug sind allerdings auch die vielversprechenden Youngsters Samuel Giger (Bild) und Remo Käser zu nennen, die am Schluss direkt hinter dem routinierteren Glarner die Plätze 2 und 3 belegten.

Am Ende waren die Augen beim Eidgenössischen Schwingfest auf Schwingerkönig Matthias Glarner und Armon Orlik gerichtet. Im gleichen Atemzug sind allerdings auch die vielversprechenden Youngsters Samuel Giger (Bild) und Remo Käser zu nennen, die am Schluss direkt hinter dem routinierteren Glarner die Plätze 2 und 3 belegten.

Keystone/urs Flueeler
Der Thurgauer mit Appenzeller und Berner Oberländer Wurzeln sichert sich mit sieben Siegen und einem Gestellten gegen den späteren König den Ehrenplatz.

Der Thurgauer mit Appenzeller und Berner Oberländer Wurzeln sichert sich mit sieben Siegen und einem Gestellten gegen den späteren König den Ehrenplatz.

Keystone/urs Flueeler
Der erst 18-jährige lieferte eine ausserordentliche Vorstellung ab.

Der erst 18-jährige lieferte eine ausserordentliche Vorstellung ab.

Keystone/urs Flueeler

Ganz knapp hat es nicht gereicht für Armon Orlik: Der Youngster unterlag im Schlussgang Matthias Glarner. Aber der 21-Jährige zeigte am Eidgenössischen Schwingfest, was in ihm steckt. Das hatte er zuvor bereits die ganze Saison über getan. So gewann der Bündner heuer an sieben Schwingfesten sechs Titel.

Aussergewöhnlich wäre ein junger Schwingerkönig jedoch nicht gewesen – im Gegenteil: In den vergangenen 76 Jahren war vor dem 30-jährigen Glarner kein König älter als 29. Der Jüngste aller Zeiten ist Adrian Käser, der 1989 in Stans als 18-Jähriger triumphierte.

«Mir sind fast die Tränen gekommen»

Auch der aktuelle Triumphator weiss, dass die Jungen den Routiniers im Nacken sitzen. Er lobte nach seinem Sieg den Gegner: «Es ist eine fantastische Leistung, die Orlik während der zwei Tage gezeigt hat.» Und weiter: «Ich habe Videos von ihm gesehen, da sind mir fast die Tränen gekommen vor Freude. Es ist wahnsinnig, wie er schwingt.» Orlik sei ein grosses Versprechen für die Zukunft. An diesem Nachmittag waren diese Worte für den 21-Jährigen indes nicht mehr als ein schwacher Trost.

Orlik gehört einer Generation junger, wilder Power-Schwinger an, zu denen auch die Neu-Eidgenossen Samuel Giger (18) und Remo Käser (19) zu zählen sind. Sie sind angriffig und suchen stets die Entscheidung, sie warten nicht ab und schwingen spektakulär. Passivität oder Abwarten kennen sie nicht. Das gefällt auch dem Publikum.

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