Aktualisiert 30.03.2014 18:34

UkraineDie Kampfdelfine der Krim werden russisch

Die Annektion der Krim durch Russland hat auch für die ukrainischen Kampf-Delfine Konsequenzen. Die Tiere wechseln ins russische Militär und werden neu ausgebildet.

von
kmo

Die Annektion der Krim durch Russland macht auch vor den ukraininischen Kampfdelfinen nicht halt: Zehn grosse Tümmler des Militär-Aquariums der Hafenstadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim werden in die russische Armee eingegliedert und neu ausgebildet.

Die Sowjetunion hatte in den Sechzigerjahren Delfine und Seehunde im Armee-Aquarium in Sewastopol dazu ausgebildet, Minen zu entdecken und Bomben zu legen. Ausserdem wurden sie darauf trainiert, Jagd auf feindliche Kampftaucher machen. Dazu wurden sie mit eigens entwickelten Harpunen und Messern ausgerüstet.

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Zu Sowjetzeiten waren 120 Tiere im Einsatz

Laut der deutschen Gesellschaft zur Rettung der Delphine verfügte die Sowjetarmee in dieser Zeit über 120 Kampfdelfine in Sewastopol. Als die Ukraine 1991 unabhängig wurde, stoppte sie das Programm. Die meisten Tiere wurden verkauft, etwa an Therapiezentren in der Türkei.

Im Jahr 2012 soll Ukraine die Ausbildung von Kampfdelfinen aber wieder aufgenommen haben. Das Armee-Aquarium habe bereits neue Ausrüstungen für die Delfine entwickelt und sei für die Wiederaufnahme der Übungen bereit, schreibt Ria Nowosti über die aktuelle Annektion der Delfine.

Kampfdelfine der Krim:

(Quelle: YouTube/ShantiUniverse)

In den Sechzigerjahren hatten auch die USA damit begonnen, Delfine für Militäraufgaben zu trainieren. Diese werden heute zunehmend durch Roboter ersetzt.

US-Kampfdelfine:

(Quelle: YouTube/boazgu2)

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