25.10.2015 17:54

Miss SchweizDie Kandidatinnen streiten um Bikinis

Eine Miss-Schweiz-Wahl, ohne dass die Finalistinnen im Bikini über den Laufsteg gehen? Einige Kandidatinnen halten zu viel nackte Haut für geschmacklos.

von
Andreas Hauri

In der dritten Pre-Show zur Miss-Schweiz-Wahl sorgt eine harmlose Aufgabe im Trainingscamp für Unruhe: Vier von zwölf Finalistinnen müssen Unterschriften für ein Bikini-Verbot am 7. November beim Finale der Miss-Schweiz-Wahl sammeln. Dabei zeigt sich: Zwei der vier Kandidatinnen, die sich der Aufgabe stellen, sind der Petition gar nicht mal so abgeneigt.

«Schönheit bedeutet für mich Grosszügigkeit und anderen etwas zu geben. Schönheit ist aber auch etwas sehr Physisches, leider», sagt Kandidatin Morgane Schaller. Und deswegen hat sie auch nichts gegen den Bikini-Durchgang einzuwenden. Ganz anders sieht das Giulia Dazzi. Beim Unterschriften-Sammeln in der Zürcher Innenstadt eklärt sie: «Ich bin gegen den Bikini bei der Miss-Schweiz-Wahl, eine Frau kann so viele Sachen zeigen, ohne dass sie gleich im Bikini über den Laufsteg muss», so die 24-Jährige. Sie erhält Unterstützung von Kassandra de Leon: «Es geht ja um Charakter und ein schönes Gesicht.»

Bikinis für die Quote?

Erstmals in der Geschichte der Miss-Schweiz-Wahl wird dieses Mal demokratisch abgestimmt. Die Zuschauer entscheiden alleine, welche der zwölf Kandidatinnen sich das Krönchen im Finale am siebten November aufs Haupt setzen darf — und zwar per Voting. In der Zürcher Innenstadt hingegen sorgt die Petition zum Bikini-Verbot eher für Stirnrunzeln: «Das ist ja gerade der Grund, warum ich einschalten würde», gibt ein Fussgänger zu bedenken.

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