Nach Taxi-Fall: Die Kapo St. Gallen sucht den Maulwurf
Aktualisiert

Nach Taxi-FallDie Kapo St. Gallen sucht den Maulwurf

Der Fall der zwei Taxichauffeure, die Gäste sexuell missbraucht haben sollen, weitet sich aus. Wegen Fotos, die an die Presse gelangten, hat jetzt auch die Polizei ein Problem – nicht zum ersten Mal.

von
feb
Wer ist die Person bei der Kantonspolizei St. Gallen, die Informationen an die Presse weiterreicht?

Wer ist die Person bei der Kantonspolizei St. Gallen, die Informationen an die Presse weiterreicht?

Nachdem publik geworden ist, dass sich zwei St. Galler Taxichauffeure an zwei weiblichen Gästen vergangen haben sollen, melden sich immer mehr mutmassliche Opfer. «Mittlerweile sind es bereits vier», sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gegenüber 20 Minuten Online.

Weitere Infos gibt die Kapo nicht bekannt - eigentlich. Im «Blick» waren am Dienstag nämlich Fotos der mutmasslichen Täter abgedruckt. Krüsi bestätigt, dass es sich dabei um Polizeifotos handelt, die nicht für die Presse bestimmt waren. «Deshalb haben wir eine interne Untersuchung eingeleitet», so Krüsi. Die Weitergabe der Täter-Fotos verletze das Amtsgeheimnis.

Dass die Kapo St. Gallen einen «Maulwurf» in den eigenen Reihen hat, wurde schon bei der Todesmeldung des Lehrermörders Gecaj vermutet. Anfang des Jahres brachte sich dieser in seiner Zelle um. Der «Blick» wusste davon, bevor die Polizei offiziell informierte. Dafür verantwortlich war wahrscheinlich ebenfalls der jetzt gesuchte «Maulwurf» der Kapo St. Gallen.

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