Aktualisiert 17.03.2004 10:05

Die Kauflust ist wieder erwacht

Im Januar stiegen die Detailhandelsumsätze in der Schweiz um 2,9 Prozent, teuerungsbereinigt lagen sie sogar 3,1 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Einzig Schuhe und Bekleidung sowie Brenn- und Treibstoffe wiesen noch rückläufige Umsätze auf.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte am Montag die provisorischen Zahlen der Detailhandelsumsätze für den Monat Januar. Demnach sind die wertmässige Umsätze bei einer unveränderten Anzahl von Verkaufstagen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent angestiegen. Die anhand des Landesindexes der Konsumentenpreise berechneten realen, also die teuerungsbereinigten Umsätze, wiesen sogar eine Steigerung von 3,1 Prozent aus. Die gesteigerte Kauflust hatte sich bereits im vergangenen Dezember abgezeichnet, als eine Zunahme der Detailhandelsumsätze um 1,8 Prozent verzeichnet wurde. Unter Berücksichtigung des zusätzlichen Verkaufstages lagen aber auch damals die Umsätze im Minus.

Von der Umsatzzunahme haben laut BFS fast alle Warengruppen profitiert, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Die Gruppen «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» sowie der Bereich «Übrige Gruppen» verzeichnete Zunahmen von 4,3 respektive 3,6 Prozent. Die Umsätze bei «Bekleidung und Schuhe» sanken dagegen um 2,7 Prozent. Ebenfalls rückläufige Umsätze wurden bei den Brenn- und Treibstoffen verzeichnet. Ein starkes Umsatzwachstum verzeichneten vor allem Güter des tägliche Bedarfs und dauerhafte Konsumgüter. Dies galt gemäss BFS vor allem für den Konsum von Gütern des Bereichs Gesundheit, Körperpflege und Schönheit mit einem Plus von 13,7 Prozent oder für die persönliche Ausstattung mit einer Steigerung der Umsätze um 9,9 Prozent. Die Umsätze für Tabak und Raucherwaren im Detailhandel nahmen um 6,2 Prozent zu, die Ausgaben für Wohnungseinrichtung um fünf Prozent. Die Umsätze bei den Nahrungsmitteln wuchsen um 4,5 Prozent und für Kultur wurde 4,5 Prozent mehr ausgegeben.

Auch die Entwicklung der Umsätze nach Wirtschaftszweigen zeigte laut den Statistikern mehrheitlich eine erfreuliche Entwicklung. Namentlich der Fachdetailhandel im Bereich der Apotheken und Drogerien erzielte mit einem Umsatzplus von 21,8 Prozent ein Spitzenergebnis. Gute Umsätze wurden auch für den Detailhandel mit Waren verschiedener Art und dem übrigen Fachdetailhandel registriert. Nicht profitieren vom positiven Trend konnten vorerst die Anbieter von Antiquitäten und Gebrauchtwaren, deren Umsätze rückläufig waren. Gar eine markante Umsatzeinbusse erzielte der Bereich Reparatur von Gebrauchsgütern, der einen Einbruch um 38,6 Prozent verkraften musste.

Aufgegliedert nach Betriebsgrösse zeigten die mittleren Unternehmen mit 15 bis 45 Vollzeitstellen mit einem Plus von 4,1 Prozent das stärkste Wachstum. Die kleineren Geschäfte und die Grossbetriebe untermauerten mit einem Umsatzwachstum von 3,5 Prozent respektive 2,3 Prozent den allgemein guten Geschäftsgang im Januar, wie das BFS weiter schreibt. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.