Die «Kiwi-Five» sorgen für die Musik
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Die «Kiwi-Five» sorgen für die Musik

Team Alinghi ist über 100 Personen stark. Doch auf dem Wasser sorgen fünf Neuseeländer seit ein paar Jahren für die Musik.

Beim Sieg gegen Emirates Team New Zealand am Montag zeigte Alinghi eine starke Leistung und bezwang den Mitfavoriten mit einem Vorsprung von 36 Sekunden. Für einige an Bord war das kein gewöhnlicher Sieg, auch wenn Alinghi-Vize und Taktiker Brad Butterworth vor dem Rennen sagte: «Das ist ein Rennen wie jedes andere. Team New Zealand ist eines der starken Teams und wir müssen konzentriert sein und sehr gut segeln, wenn wir gewinnen wollen – es wird nicht leicht.»

Leicht wurde es nicht, doch dank einem nahezu optimalen Start hatte Alinghi das Rennen gegen die Neuseeländer von A bis Z unter Kontrolle. Einzig auf der ersten Vorwindstrecke vermochte NZL82 ein paar Sekunden aufzuholen. Beim letzten Rennen gewannen die Neuseeländer am Dienstag gegen BMW Oracle und liegen in der Schlussrangliste auf Platz 2 hinter Alinghi.

Ein wichtiger Faktor bei diesem Alinghi-Sieg war natürlich die «Kiwi-Five» - die wohl stärkste Segel-Allianz im America's Cup: Brad Butterworth (Vize-Präsident und Taktiker), Warwick Fleury (Mainsail Trimmer), Murray Jones (Traveller/Afterguard), Simon Daubney (Genua Trimmer) und Dean Phipps (Runner/Pit) segeln seit Mitte der 80er Jahre miteinander.

Die fünf Kiwis haben während diesen Jahren eine herzliche Freundschaft und eine einmalige Segel-Beziehung zueinander aufgebaut. «Ich denke, das ist wirklich ein tolles Team», sagt Simon Daubney, der zum sechsten Mal am America's Cup teilnimmt. «Und uns fünf verbindet wirklich ein sehr starkes Band.»

Brad Butterworth segelte seinen ersten America's Cup 1987 als Taktiker auf KZ 7. «Erst bei meiner ersten America's Cup Teilnahme begann ich wirklich ernsthaft zu segeln», sagt Butterworth, der danach 1988, 1992, 1995 und im Jahr 2000 für Team New Zealand segelte.

Warwick Fleury war bei KZ 7, der ersten Teilnahme eines neuseeländischen Teams, im australischen Fremantle ebenfalls mit an Bord und segelte auch 1988, 1992, 1995 und 2000 mit den Kiwis.

Murray Jones nahm 1988 (5. Platz) und 1992 (4. Platz) in der Flying Dutchman Klasse an den Olympischen Spielen teil, bevor er 1995 als Stratege zum Team New Zealand stiess und auch im Jahr 2000 mit den Kiwis segelte.

Dean Phipps segelte 1983 mit Victory 83 und 1987 mit Australia IV als Bugmann und Segelmacher. 1992 wechselte er als Bugmann zu Team New Zealand und segelte auch 1995 und 2000 mit diesem Team.

Simon Daubney begann seine America's Cup Karriere ebenfalls bei KZ 7 und segelte 1992, 1995 und 2000 mit dem Team New Zealand.

Und nicht zu vergessen: 2003 war die «Kiwi-Five» das Herzstück des America's Cup Sieges von Alinghi in Auckland. Und diesen Erfolg wollen die Kiwis 2007 wiederholen.

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