Aktualisiert 22.12.2007 22:49

Die kleinste Krippe der Welt

In einer Nussschale haben sie alle Platz gefunden: Maria, Josef, das Christkind und auch Ochs und Esel. Die mexikanische Weihnachtskrippe schickte uns Leser Toni Calmonte.

Stichwort: Weihnachtskrippe

In Kirchen und in vielen Familien ist es Sitte, in der Adventszeit eine Weihnachtskrippe aufzustellen. Die erste stand vermutlich im Jahr 1223 in der Kirche des Franziskus bei Assisi in Italien. Zuvor hatte es schon seit dem 11. Jahrhundert in Klöstern und Kirchen einfache Darstellungen der Geburt Christi gegeben.

Die Krippe geht auf die volkstümliche Version der Weihnachtsgeschichte zurück, wonach Jesus in einem Stall geboren wurde. Dem Evangelium zufolge begaben sich Josef und die hochschwangere Maria anlässlich einer vom römischen Kaiser Augustus angeordneten Volkszählung von ihrem Wohnort Nazareth nach Bethlehem.

«Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge», schreibt der Evangelist Lukas. Ein Engel des Herrn verkündete in der Nähe weilenden Hirten nachts «grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr».

Die am meisten verbreitete Version der Weihnachtskrippe besteht aus einem hölzernen Stallgebäude, das an einer Breitseite offen ist, damit man das Innere betrachten kann. In diesem stehen oder knien Maria und Josef an der Krippe mit dem Christkind, Ochs und Esel. Am Rand haben sich Hirten mit Schafen und Hunden eingefunden, manchmal auch Tiere des Waldes. Die Weisen aus dem Morgenland, gemeinhin die Heiligen Drei Könige genannt, werden teilweise erst am 6. Januar dazu gestellt, am Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie), volkstümlich Dreikönigstag genannt.

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