Champions League: Die Königsklasse bleibt britisch
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Champions LeagueDie Königsklasse bleibt britisch

Die Gruppenphase der Champions League endete ohne grosse Überraschungen. Englische Klubs und andere Schwergewichte gaben sich keine Blösse.

von
si / heg

Auch in der zweiten Saison nach der Reform der Europacup-Wettbewerbe durch UEFA-Präsident Michel Platini vermochten die Meister der kleineren Ligen in der Champions League mehrheitlich nicht positiv in Erscheinung zu treten. Wie im vergangenen Jahr nahmen 18 nationale Titelträger die Gruppenphase der «Königsklasse» in Angriff, in die K.o.-Runde schafften es jedoch nur sieben Meister (im Vorjahr acht), unter ihnen Schachtjor Donezk (Ukr) und der FC Kopenhagen.

Bezeichnenderweise setzten sich sowohl der UEFA-Cup-Sieger von 2009 als auch das dänische Überraschungsteam in Gruppen durch, denen als einzige nur ein Vertreter der fünf europäischen Top-Ligen angehörte. England (Arsenal, Chelsea, Manchester United und Tottenham), Spanien (Barcelona, Real Madrid und Valencia), Italien (AC Milan, Inter Mailand, AS Roma), Deutschland (Bayern München und Schalke) und Frankreich (Lyon und Marseille) stellen 14 der 16 Achtelfinalisten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr schafften es 13 Vertreter der «Top 5» in die erste K.o-Runde. Werder Bremen und Auxerre blieben heuer als einzige Klubs von führenden Ligen nach der Gruppenphase auf der Strecke. Mit Tottenham und Titelverteidiger Inter Mailand respektive Real Madrid und Milan wurde jedoch sowohl den Norddeutschen als auch den Burgundern äusserst schwere Kost vorgesetzt.

Aufständige blieben auf der Strecke

Zu den Verlierern der Gruppenphase gehören die Vereine von Landesverbänden, die zuletzt wiederholt mit einem Vorstoss in die Phalanx der Top-Ligen geliebäugelt hatten. Bursaspor, nach dem Out Fenerbahçes gegen die Young Boys in der Qualifikation der einzige verbliebene türkische Vertreter, ergatterte einen mickrigen Punkt - im letzten unbedeutenden Spiel gegen die Glasgow Rangers. Die holländischen Klubs (Twente Enschede und Ajax Amsterdam) beendeten die Gruppenphase wie jene Russlands (Rubin Kasan und Spartak Moskau) sowie Portugals (Benfica Lissabon und Braga) im 3. Rang. Der zweifache Meistercup-Sieger Benfica war dabei sogar auf die Schützenhilfe Lyons gegen Hapoel Tel Aviv angewiesen, um als Letzter nicht auch noch die Europa League zu verpassen.

Die sechste und letzte Runde der Gruppenphase sorgte bei den Fussball-Fans in Europa fast nirgends mehr für erhöhten Pulsschlag. Zwölf Achtelfinalisten standen bereits Ende November fest. Vor zwei Jahren waren im Dezember gar nur noch drei Tickets zu vergeben. Für (unfreiwillige) Spannung sorgte von den Spitzenklubs lediglich Arsenal. Die Londoner sicherten sich ihr Startrecht im Achtelfinal erst im letzten Spiel und verpassten als einziger Klub aus der Premier League den Gruppensieg.

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