Aktualisiert 06.11.2013 08:10

Steam Machines

Die Konsolenkonkurrenz dampft an

Valve, die Entwickler von «Half-Life», haben ihre Steam Machine vorgestellt. Der Mini-PC soll die Wohnzimmer-Vorherrschaft der Konsolen beenden.

von
pru

Valve kündigte vor rund einem Monat eine eigene Wohnzimmer-Lösung für Gamer an. Das amerikanische Entwicklerstudio zählt bei der eigenen Online-Vetriebsplattform Steam mittlerweile 65 Millionen Mitglieder. Eine solide Basis für die Expansionspläne des Unternehmens. Mit einem eigenen Betriebssystem (Steam OS), einem eigenem Controller sowie eigener Konsole sollen Spieler aufs Sofa gelockt werden.

300 ausgewählte Beta-Tester werden demnächst ein Steam-Set zugeschickt bekommen. Valve hat dafür nun den eigenen Mini-PC, eine sogenannte Steam Maschine, vorgestellt. Im Januar an der Technikmesse CES in Las Vegas werden Dritthersteller anschliessend ihre Geräte präsentieren. Käufer werden eine breite Auswahl an unterschiedlich leistungsfähiger Hardware haben, wie man es vom PC her kennt.

Die Steam Box machts vor

Valves Vorzeigemodell ist eine schlichte, kleine, schwarze Box, die nur wenig grösser ist, als eine Xbox 360. Da die Steam Machines anders als Konsolen auch aufgerüstet werden können, hat man viel Wert auf die Konstruktion gelegt. Wer selber Desktop-PCs zusammenbaut, weiss, wie umständlich der Einbau neuer Komponenten sein kann. Dennoch hat es Valve geschafft, auf engstem Raum eine der aktuell schnellsten Grafikkarten die Nvidia Geforce Titan einzubauen. Bei so viel potenter Hardware in einer kleinen Box stellt sich schnell das Problem der Überhitzung. Die Lösung des Unternehmens: Netzteil, Grafikkarte und Prozessor blasen warme Luft in verschiedene Richtungen aus dem Gehäuse.

Weiterhin unbekannt sind die Preise für die Steam Maschines. Valve gab an, dass es verschiedene Modelle geben werde, sodass für jedes Portemonnaie etwas dabei sein wird. Auch günstige Geräte, die primär als Brücke zum teueren Gamer-PC dienen, der dann die Arbeit leistet, sind denkbar. Der Steam Controller wird, anders als die Konsolen, ausschliesslich von Valve gefertigt. Die Macher von Titeln wie «Portal» «Team Fortress» und «DOTA» wissen, auf was Spieler wert legen. Der neuartige Controller setzt statt auf analog Sticks auf haptische Trackpads, die der Genauigkeit von Computer-Mäusen in nichts nach stehen sollen. Ein Demo-Video veranschaulicht die Steuerung anhand verschiedenster Spiele. Ob PC-Spieler ihre geliebte Maus und Tastatur gegen einen Steam Controller eintauschen werden und ob sich Konsoleros von Sony, Microsoft und Nintendo lossagen können, wird das nächste Jahr zeigen.

So zockt sich der Steam Controller

(Quelle: Youtube/Valve)

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