5. FCZ-Pleite in 8 Partien: Die Konstante ist, dass es keine gibt
Aktualisiert

5. FCZ-Pleite in 8 PartienDie Konstante ist, dass es keine gibt

Der FCZ verliert gegen Luzern 1:3, setzt seine Achterbahnfahrt in der Super League fort und bleibt in der unteren Tabellenhälfte kleben.

von
Eva Tedesco
Der schnelle Luzerner Adrian Winter entwischte FCZ-Abwehrchef Jorge Texeira und traf nach 63 Minuten zum 1:0 für die Gastgeber und zum Beginn des Zürcher Untergangs. (Keystone/AP)

Der schnelle Luzerner Adrian Winter entwischte FCZ-Abwehrchef Jorge Texeira und traf nach 63 Minuten zum 1:0 für die Gastgeber und zum Beginn des Zürcher Untergangs. (Keystone/AP)

Einmal flop. Einmal top. Gegen Xamax, und Servette setzte es Niederlagen ab. Dann folgten Siege gegen den GC, den FCB und YB. Am Samstag sackten die Zürcher gegen Leader Luzern ab und verlieren wieder an Fahrt. Und das bei der Generalprobe vor dem Kickoff zur Europa-League-Gruppenphase, die am Donnerstag gegen Sporting Lissabon ihren Auftakt findet.

Eine Erklärung für das Auf und Ab seiner Mannschaft hat Urs Fischer nicht. «Wenn eine Antwort darauf so einfach wäre...» sagt der FCZ-Trainer wenige Minuten nach der fünften Niederlage im achten Spiel der Saison. «Die Länderspielpause hat uns nicht gut getan», so Fischer. «Wir sind einfach nicht auf Touren gekommen.» Auch wenn man beim Tabellenersten der Super League gespielt habe, sei die Leistung allgemein nicht gut gewesen. «Wir haben nie das Niveau erreicht, zudem wir fähig sind und dann verlierst du halt.» Bei den Toren zum 0:1 (63. Winter) und 0:2 (65. Ferreira) sei man nicht gut aufgestellt gewesen und habe den FCL mit vorangegangenen Ballverlusten praktisch zum Toreschiessen eingeladen. Die Hauptkritik Fischers ist aber, dass seine Mannschaft zu Verhalten ans Werk gegangen sei.

Schnarch und Schleich führten Regie

Tatsächlich scheinen in der FCZ-Offensivabteilung über lange Strecken des Spiels «Schnarch und Schleich» Regie geführt zu haben. Selbst der Doppelschlag der Luzerner innert zwei Minuten trieb den Zürchern den Minimalismus nicht aus. Weiterhin schien die Devise wenig Aufwand für viel Ertrag zu sein. Erst der Anschlusstreffer von Adrian Nikci (82.) weckte den Ehrgeiz der Zürcher. Da aber war es bereits zu spät. «Man kann sich halt nicht immer drauf verlassen, dass man das Spiel in den letzten Minuten entscheidet. Dazu haben wir vorher auch zu wenig getan», so Fischer, der die Last-Minute-Siege beim FCB und gegen YB anspricht. Gegen Basel haben Mathieu Beda in der 87. Minute und Amie Chermiti (93.) aus einem 0:1 einen 2:1-Sieg gemacht. Gegen YB brachte eine Eigentor von François Affolter (85. Minute zum 2:2) und schliesslich Alexandre Alphonse (92.) zum 3:2 den FCZ den späten Erfolg.

So blieb Fischer nur dem FC Luzern zum Sieg zu gratulieren und musste zugeben, dass dieser nicht unverdient zu Stande gekommen sei. Fischer: «Das müssen wir so akzeptieren und es im nächsten Spiel besser machen.» Fischer bleibt immerhin das Wissen, dass die einzige Konstante beim FCZ die ist, dass es keine gibt und die Achterbahnfahrt im nächsten Spiel bereits wieder nach oben führen kann. Wie es Sporting Lissabon gestern bereits vormachte. Die Portugiesen siegten gegen Paços Ferreira durch einen späten Treffer des holländischen Internationalen Ricky van Wolfswinkel (84.) 3:2 und belegen vorübergehend wie die Zürcher Rang 7.

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