GC desaströs: Die Lage für GC-Trainer Tami wird ungemütlich

Aktualisiert

GC desaströsDie Lage für GC-Trainer Tami wird ungemütlich

Für GC und für Trainer Pierluigi Tami spitzt sich die Situation nach der Niederlage im Kellerduell gegen Vaduz zu.

von
E. Tedesco

GC-Goalie Joël Mall und Mergim Brahimi machen keinen Hehl aus der schwachen Leistung gegen Vaduz. (Video: 20 Minuten)

Um es einmal so auszudrücken: GC würde es nicht schaden, einen Blick in Richtung «ennet der Gleise» zu richten. Der FC Zürich (22 Punkte) hatte in der vergangenen Saison nach 24 Runden nur einen Punkt weniger auf dem Konto als derzeit GC (23). Er belegte ebenfalls Platz 8, hatte einen Zähler mehr als das neuntplatzierte Vaduz und Schlusslicht Lugano. An Trainer Sami Hyypiä hielt Präsident Canepa fest wie eine Klette - bis es zu spät war. Uli Forte konnte es in den letzten drei Runden nicht mehr richten. Der FCZ stieg ab.

«Wir haben in diesem wichtigen Spiel nur 45 Minuten gespielt. Das ist ungenügend. Wir waren in der ersten Halbzeit zu nervös und haben cash für die Fehler bezahlt. Die Spieler haben den Druck gespürt, auch einige, von denen ich es nicht erwartet habe», sagt Pierluigi Tami zur sackschwachen Leistung gegen Vaduz (1:2).

Selbstkritische Spieler

Mergim Brahimi spricht vom «schlechtesten Spiel überhaupt». Und Verteidiger Milan Vilotic sagt: «Wir haben es nicht verdient zu gewinnen, haben in der ersten Halbzeit kopflos gespielt.» Der Verteidiger ist wie Charles Pickel (schied früh verletzt aus) vor zwei Wochen zum Team gestossen. Nicht viel länger ist Manus Dabbur zurück bei GC. Diese Neuen seien noch nicht auf dem nötigen Fitness-Stand. «Wir brauchen Zeit», sagt Tami.

Bleibt die Frage, wie viel Zeit Tami bekommt. Am Donnerstag hatte der GC-Verwaltungsrat das Thema diskutiert. Danach äusserte sich Präsident Stephan Anliker dahingehend, dass weder das Vaduz-Spiel, noch die nächste Begegnung gegen den FCB Schicksalsspiele seien.

Und auch die Spieler beteuern vor der Kamera, dass der Trainer nicht das Problem sei. Mall: «Der Trainer erreicht uns. Wir hatten einen Plan, aber wir haben ihn nicht auf den Platz gebracht.» Brahimi: «Wir vertrauen dem Trainer und er vertraut uns. Es liegt nicht am Trainer, es liegt an uns.»

«Ich habe keine Angst vor dem Abstieg»

Die Lage bei GC spitzt sich zu, aber Trainer Pierluigi Tami sagt: «Ich habe keine Angst vor dem Abstieg.»(Video: 20 Minuten)

«Ich habe keine Angst vor dem Abstieg», sagt GC-Trainer Pierluigi Tami. (Video: 20 Minuten)

Ohne Erfahrung im Abstiegskampf

Die Spieler zeigten sich durchaus selbstkritisch, aber haben sie auch den Ernst der Lage erkannt? GC sei in der Vergangenheit nicht häufig in ähnlich misslicher Lage gewesen und darum hätten viele Spieler Mühe, sagt Vilotic. «Ich habe in meinem Leben schon einige Kämpfe austragen müssen und bin als Winner herausgegangen. Wir müssen uns selber aus der Situation befreien und GC dahin bringen, wo es hingehört. Es ist auch ein Charaktertest für jeden Spieler.»

Und wie macht die GC-Führung weiter? Hält sie weiter an Tami fest? Oder ist nach dem Basel-Spiel und der anschliessenden Länderspielpause die Zeit reif, einen Wechsel zu vollziehen und so zu versuchen, die Negativspirale zu stoppen? Möglich wäre eine interne Lösung. Carlos Bernegger verfügt über diverse Erfahrungen als Feuerwehrmann bei GC. Aber auch U21-Trainer Boris Smiljanic wäre eine mögliche Lösung (bis Sommer?). Denn der eigentliche GC-Wunschkandidat soll Fabio Celestini sein, der bei Lausanne noch Vertrag bis 2019 hat und kürzlich bekräftigte, diesen erfüllen zu wollen.

Tami selbst sagt: «Meine Situation ist das Letzte, worüber ich mir gerade Gedanken mache.»

«Wir müssen uns selber raus holen da unten»

Milan Vilotic spricht von einem Charaktertest und davon, dass nur die Spieler sich selbst helfen können.» (Video: 20 Minuten)

«Es wird auch ein Charaktertest für jeden einzelnen Spieler», sagt GC-Verteidiger Milan Vilotic. (Video: 20 Minuten)

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