Stuttgart: «Die Lage ist ernst»
Aktualisiert

Stuttgart«Die Lage ist ernst»

Locker und ungezwungen gab sich Christian Gross gestern (Mi 15.09) vor dem Spiel gegen YB SF zwei, 21.05 Uhr). Aber der Schweizer steht in Stuttgart unter Druck.

von
Peter Berger

Alle Schweizer Medienvertreter begrüsste VfB-Trainer Christian Gross gestern anlässlich der Medienkonferenz im Pressesaal der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart per Handschlag. Der Zürcher nahm sich auch nach dem offiziellen Teil noch Zeit für die Landsleute: «Ich kann wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen, das fällt mir leichter und man versteht mich besser.»

Gross plauderte und scherzte. Aber die akribische Arbeitsweise ist dem langjährigen Basel-Trainer selbstverständlich nicht abhanden gekommen. Über die Young Boys weiss er nach wie vor bestens Bescheid. «Ich habe sogar mitbekommen, dass Trainer Vladimir Petkovic sein geliebtes System mit drei Verteidigern aufgegeben hat.»

Gesehen hat der VfB-Coach auch den Unfall von YB-Abwehrchef Emiliano Dudar am Sonntag gegen den FC Basel. «Ich wünsche ihm von hier aus im Namen aller gute Besserung.» Dass das Drama die Berner aber noch beinträchtigen wird, denkt er nicht: «Ich glaube nicht, dass es die Spieler während der Partie gedanklich noch belastet.» Auch über den Führungswechsel in Bern ist Gross bestens informiert. Mit dem neuen YB-Boss Ilja Kaenzig hat er bei den Grasshoppers sogar zusammengearbeitet. «Ilja hat ein positives Herz für den Fussball. Er wird YB guttun.»

Gross selbst würde heute ein Sieg guttun. Der Saisonstart in der Bundesliga ist mit drei Niederlagen arg misslungen. «Druck ist da, die Nervosität ist spürbar», beschreibt er die Lage beim VfB und weg ist die Lockerheit. Zum Abschied hält Gross fest: «Ich bin ein ernster Mensch und die Lage ist ernst.»

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