Vertical Up: Die Lauberhorn-Piste hoch statt runter
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Vertical UpDie Lauberhorn-Piste hoch statt runter

4,48 Kilometer lang ist die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen. Statt auf Skiern die Piste runterzubrettern, kann am Vertical Up Wengen die Strecke in umgekehrter Richtung bezwungen werden.

von
aha
Die Kitzbühler Ausgabe findet jeweils am Abend statt. Angst vor dem Dunkeln müssen die Athleten in Wengen nicht haben: Das Rennen in Wengen beginnt am Nachmittag.

Die Kitzbühler Ausgabe findet jeweils am Abend statt. Angst vor dem Dunkeln müssen die Athleten in Wengen nicht haben: Das Rennen in Wengen beginnt am Nachmittag.

Kein Anbieter/Michael Werlberger

Premiere in Wengen: Zum ersten Mal geht es die Lauberhorn-Abfahrt hoch statt runter. Anstelle von Beat Feuz und Co. stürzen sich am 19. März ganz normale Menschen auf die Piste. Das Ziel: als Schnellster vom Ziel in Innerwengen hoch zum Lauberhorn zu laufen. Nur mit Muskelkraft und mit Langlauf- oder Touren-Ski, Schuhen mit Spikes oder auch ganz normalen Wanderschuhen können sich die Läufer auf den Weg nach oben machen.

Die Österreicher habens erfunden

In Kitzbühel wurde das verrückte Rennen 2010 erfunden und zum ersten Mal durchgeführt. Am kommenden Wochenende werden die Läufer bereits zum sechsten Mal die Streif hochlaufen. Laut Rolf Wegmüller, OK-Präsident des Vertical Up Wengen, gab es die Idee in Wengen schon länger. Man habe sich nun mit Kitzbühel zusammengetan. «Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal eine Tour mit vier Rennen», so Wegmüller. Dies, weil das Vertical Up am Hahnenkamm immer beliebter wurde und sich die Organisatoren vergrössern wollten. Die weiteren Tour-Orte sind Hinterstoder in Österreich und Pinzolo in Italien.

Die Wagemutigen, welche sich der Herausforderung in Wengen stellen, müssen auf der 4,48 Kilometer langen Strecke insgesamt 1028 Höhenmeter überwinden. Die maximale Steigung wird 41 Prozent betragen. Während Hannes Reichelt für die Abfahrt vor einem Jahr – als letztmals auf der Original-Strecke gefahren wurde – bloss etwas mehr als zweieinhalb Minuten benötigte, geht Wegmüller für die entgegengesetzte Richtung von einer Zeit von mehr als einer halben Stunde aus.

Das OK von Wengen rechnet für die erste Ausgabe mit bis zu 500 Teilnehmern, die sich die Piste hinauf stürzen wollen. «Nächstes Jahr hoffen wir auf 1000 Teilnehmer.» Wegmüller gibt sich optimistisch, dieses Ziel zu erreichen. «Es wird sicher kein einmaliges Event bleiben.»

Preis für das beste Kostüm

Für das verwendete Material ist jeder Läufer selbst verantwortlich. «Es werden wahrscheinlich viele Teilnehmer mit Touren-Skis antreten», so Wegmüller. «Die Strecke ist nicht so steil wie etwa die Streif.» Er rechnet aber damit, dass die schnellsten Teilnehmer Spikes an den Schuhen haben werden.

Das Teilnehmerfeld besteht dabei nicht nur aus Hobby-Sportlern. So wird sich etwa Andrea Huser, mehrfache Inferno-Triathlon-Gewinnerin, der Herausforderung stellen. Insgesamt sind Athleten aus neun verschiedenen Nationen vertreten. Läufer, die es lieber gemütlich mögen, können in der Rucksackklasse antreten. Auch das verrückteste Kostüm wird ausgezeichnet. Durchgeführt wird das Rennen bei praktisch jeder Witterung, selbst bei Neuschnee: «Dann werden es die Schnellsten vielleicht etwas schwerer haben», so Wegmüller. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es auf der offiziellen Homepage des Vertical Up Wengen.

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