Aktualisiert 06.03.2010 21:02

Rückkehr des WintersDie Lawinensituation ist sehr heikel

Wegen der Neuschneefälle, verbunden mit teils starkem bis stürmischem Wind ist die Lawinensituation gebietsweise sehr heikel.

Am Alpennordhang östlich des Haslitales fielen bis am Samstagnachmittag 25 bis 40 Zentimeter Schnee, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos hat die Lawinensituationmitteilte. In den angrenzenden Gebieten am Alpennordhang und in Nordbünden waren es zehn bis 25 Zentimeter, während in den übrigen Gebieten weniger Schnee gefallen ist.

Der leichte Neuschnee wurde durch den Wind stark verfrachtet. In eher windgeschützten Mulden und Rinnen liegen gefährliche Triebschneesammlungen, die verbreitet leicht auslösbar sind.

Spontane Lawinen bei Sonneneinwirkung

Im Alpennordhang, im Wallis und Graubünden sowie im nördlichen Tessin herrscht laut SLF eine erhebliche Lawinengefahr. Am zentralen und östlichen Alpennordhang liegen die Gefahrenstellen oberhalb von rund 1600 Metern über Meer, am westlichen Alpennordhang oberhalb von rund 1800 Metern.

Spontane Lawinen sind vor allem am zentralen und östlichen Alpennordhang bei Sonneneinwirkung zu erwarten. In den übrigen Gebieten dieser Gefahrenstufen liegen die heiklen Stellen vor allem an Triebschneehängen aller Expositionen. In Nord- und Mittelbünden sowie im nördlichen Tessin liegen diese oberhalb von rund 1800 Metern, im Wallis, im Engadin und in den Bündner Südtälern oberhalb von rund 2000 Metern.

Das SLF mahnte Touren- und Variantenfahrer in diesen Gebieten zu grosser Vorsicht, Erfahrung und Zurückhaltung. Im Gebieten des mittleren und südlichen Tessin wurde die Lawinengefahr als mässig eingestuft. (dapd)

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