Audrey Hepburn: Die Legende wirkt noch über ihren Tod hinaus
Aktualisiert

Audrey HepburnDie Legende wirkt noch über ihren Tod hinaus

Auch 16 Jahre nach ihrem Tod ist ihr Charisma als Filmstar, Mode-Ikone und Wohltäterin ungebrochen. Heute wäre Audrey Hepburn 80 Jahre alt geworden. Die grazile Schauspielerin leistet auch nach ihrem Tod Gutes für bedürftige Kinder in aller Welt.

So kommt etwa der Erlös der Ausstellung «timeless audrey», die noch bis zum 10. Mai im Berliner Hauptbahnhof läuft, misshandelten Kindern zugute. Unter den mehr als 1200 Exponaten sind ihre Oscars, ihre Vespa, Hochzeitskleider, persönliche Briefe und Heimvideos zu sehen.

Viele der Schaustücke waren bis 2002 in der Schweiz ausgestellt, in Tolochenaz bei Morges VD, wo Hepburn fast 30 Jahre wohnte und ihre letzte Ruhestätte hat. In den sechs Jahren ihres Bestehens lockte die dortige Ausstellung 27 000 Bewunderer an.

Eine Stiftung spendete den Erlös von fast 400 000 Franken an Kinderhilfswerke. Seit Hepburns Söhne Sean H. Ferrer und Luca Dotti vor sieben Jahren alle Exponate zurückforderten, ist der Pavillon geschlossen.

Das «Kleine Schwarze» hilft Kindern

Die beiden hatten nach dem Tod ihrer Mutter im Januar 1993 ebenfalls eine Stiftung gegründet, den «Audrey Hepburn Children's Fund». Zusammen mit Unicef organisiert die Stiftung unter anderem ein Programm, das 120 Millionen Kindern aus Entwicklungsländern den Zugang zu einer hochwertigen Bildung ermöglichen soll.

Bei der Finanzierung hat unter anderem das Cocktail-Kleid geholfen, das Hepburn in «Breakfast at Tiffany's» trug. Als das teuerste Kleidungsstück der Filmgeschichte war die Givenchy- Kreation 2006 für umgerechnet fast eine Million Franken versteigert worden. Mit dem Erlös wurden 15 Armenschulen in West Bengalen eröffnet.

Elegant und gerecht

Ihre unvergleichliche Eleganz und ihren Sinn für soziale Gerechtigkeit verdankte Hepburn möglicherweise auch ihrer Herkunft: Sie wurde am 4. Mai 1929 im belgischen Elsene als Tochter eines britischen Bankiers und einer niederländischen Baronin geboren und wuchs nach der Scheidung der Eltern in den Niederlanden auf.

Um während der Okkupation Audreys britische Herkunft zu verschleiern, änderte ihre Mutter ihren Vornamen in Edda und nahm für beide wieder ihren Mädchennamen van Heemstra an. Nach dem Krieg legte die Mutter aber alle ihre adligen Ansprüche ab aus Protest dagegen, dass ihre Sippe in Nazigräuel verwickelt gewesen war.

Ballettmaus

Nach einer Ballettausbildung in England und kleineren Filmrollen in Europa kam Audrey Hepburn 1951 an den Broadway, wo sie Colettes «Gigi» tanzte und für Hollywood entdeckt wurde. Gleich für ihren ersten Traumfabrik-Streifen «Ein Herz und eine Krone» (1953) erhielt sie einen Oscar. Weitere Welterfolge waren 1962 «My Fair Lady» und 1967 «Wait Until Dark».

Mitte der 60er-Jahre zog sie sich weitgehend vom Filmgeschäft zurück. Ihre letzte grosse Rolle spielte sie an der Seite von Sean Connery in «Robin and Marian» (1976), einen Gastauftritt hatte sie 1989 in Steven Spielbergs «Always».

Posthume Auszeichnung

In ihren letzten Jahren setzte die Künstlerin ihren Ruf gezielt dafür ein, als Unicef-Sonderbotschafterin auf die Not der Kinder in der Dritten Welt aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln.

Für ihre humanitären Verdienste sprach ihr die Motion Picture Academy wenige Tage vor ihrem Tod den Jean-Hersholt-Preis zu. Die Auszeichnung wurde posthum verliehen. Audrey Hepburn starb am 20. Januar 1993 in Tolochenaz.

(SDA)

AUDREY HEPBURN – FOTOGRAFIEN EINER LEGENDE Von Nick Yapp Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 49.50 CHF

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