Die Leiche für den Hausgebrauch
Aktualisiert

Die Leiche für den Hausgebrauch

«Körperwelten»-Professor Gunther von Hagens möchte demnächst seine präparierten Leichen übers Internet verkaufen. Scheibe für Scheibe.

Angebot: «Kollektion von 16 transparenten Horizontalscheiben Mensch (Kopf, Hals, Rumpf, Extremitäten) Standard-Qualität (zerbrechlich): 1400 Euro. Robust Qualität (unzerbrechlich): 2800 Euro!» Was sich anhört wie ein schlechter Witz, ist in Wahrheit die Abschrift eines Internen Papiers, das der «Bild» vorliegt. Es stammt vom umstrittenen 60-jährigen Professor Gunther von Hagens, der mit seinen «Körperwelten»-Ausstellungen zu Weltruhm gelangte.

150 000 Scheiben pro Jahr

Nicht genug, dass viele mit dem Zurschaustellen von präparierten Leichen Mühe haben, geht von Hagens noch einen Schritt weiter und möchte seine Präparate jetzt scheibchenweise übers Internet verkaufen. Mindestens 150 000 davon will der Leichen-Professor laut «Bild» pro Jahr in seiner Fabrik in Guben bei Brandenburg schneiden.

Sonderabfall fürs Krematorium

Wie darf man sich das vorstellen? Eine zwei Millimeter dicke Scheibe Mensch neben dem Keith-Haring-Poster? Oder an der Glastür zur Veranda zur Abschreckung von Einbrechern? Missbrauch möchte Hagens ausschliessen. Dazu zählt etwa die «Verwendung als Cocktailglasuntersetzer». «Auch sollte die Entsorgung nicht im Hausmüll erfolgen, sondern ist im Krematorium vorzunehmen.» Also ob wir mit Papier, Glas, Gartenabfällen etc. nicht schon genug zu tun hätten.

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