«Die Leichtathletik ist ernsthaft krank, vielleicht am Sterben»
Aktualisiert

«Die Leichtathletik ist ernsthaft krank, vielleicht am Sterben»

Im Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hat ein Brief des italienischen Funktionärs Luciano Barra für Feuer unter dem Dach gesorgt. Die vehemente Kritik gipfelt in der Forderung nach dem Rücktritt von IAAF-Präsident Lamine Diack aus dem Senegal.

«Die Leichtathletik ist ernsthaft krank, vielleicht am Sterben, und Sie als Führer müssen dafür die Verantwortung übernehmen», schreibt Barra, der dem Koordinationskomitee der Olympischen Spiele 2004 in Athen angehörte und auch zu den Organisatoren der Winterspiele 2006 in Turin zählte. Barra, der viele Jahre lang die rechte Hand von Diacks italienischem Vorgänger Primo Nebiolo war, lässt bei seiner Attacke kaum einen Bereich der IAAF-Politik aus.

Ein Jahr vor dem Wahlkongress der IAAF Ende August 2007 in Osaka ist dieser Brief von besonderer Brisanz. Zumal dem Council-Mitglied Minos Kyriakou, einem griechischen Multi-Millionär, ebenfalls Ambitionen auf das IAAF-Spitzenamt nachgesagt werden. Barra allerdings betonte, mit seinem Brandbrief keine Wahlbeeinflussung betreiben zu wollen und selbst keine Position anzustreben. «Nach diesem Brief wird man mir keine Akkreditierung für die nächste Weltmeisterschaft geben», weiss Barra.

(si)

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