21.08.2019 09:37

Christian Stucki Die letzte Chance für den 150-Kilo-Hünen

Christian Stucki bestreitet in Zug sein siebtes Eidgenössisches. Noch einmal ruhen die Hoffnungen der Berner auf seinen breiten Schultern.

von
Marco Oppliger
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Christian Stucki (o.) hat die Gardemasse von 1,98 m und 150 kg.

Christian Stucki (o.) hat die Gardemasse von 1,98 m und 150 kg.

Keystone/Melanie Duchene
Am Eidgenössischen erhält der 34-jährige Berner wohl die letzte Chance auf den Königstitel.

Am Eidgenössischen erhält der 34-jährige Berner wohl die letzte Chance auf den Königstitel.

Keystone/Peter Klaunzer
Beim Berner Kantonalen Schwingfest am 11. August musste Stucki im zweiten Gang eine Niederlage gegen Bernhard Kämpf einstecken.

Beim Berner Kantonalen Schwingfest am 11. August musste Stucki im zweiten Gang eine Niederlage gegen Bernhard Kämpf einstecken.

Keystone/Peter Klaunzer

16 Jahre alt war Christian ­Stucki, als er 2001 in Nyon erstmals an einem Eidgenössischen teilnahm. Zwar war nach vier Gängen Schluss – und doch konnte man damals bereits erahnen: Da wächst einer heran, der zu einem ganz Bösen werden kann.

34 Jahre alt ist der Seeländer nun. Die Karriere des 1,98 Meter grossen und 150 Kilogramm schweren Hünen neigt sich langsam dem Ende entgegen. Am Wochenende bestreitet er bereits sein siebtes Eidgenössisches, und nochmals gehört er zum engsten Favoritenkreis. Stucki sagt: «In Zug bekomme ich meine letzte richtige Chance. Ich wäre doof, wenn ich ein anderes Ziel hätte als den Sieg.»

Berner Dominanz bröckelt

Seit 2010 hat an den Festen mit eidgenössischem Charakter mit Ausnahme des Unspunnen-Schwingets 2011 stets ein Berner triumphiert. Bedingt durch diverse Rücktritte hat der stärkste Teilverband allerdings an Dominanz eingebüsst. Deshalb ruhen die Hoffnungen der Berner in Zug nicht nur, aber vor allem auf Stucki.

Und das hat seine Gründe: Weil er sich früh in der Saison das Innenband im Knie riss, konnte er sich in den letzten Monaten nochmals gezielt in Form bringen und er hat sogar seine Ernährung angepasst. Am Berner Kantonalen gab Stucki am vorletzten Wochenende zwar ein mässiges Comeback – aber er hat nun die Gewissheit: Das Knie hält. Entsprechend wird er in Zug «all-in» gehen

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