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Hochwasser-DramaDie letzte grosse Suche blieb ohne Erfolg

Erneut ist am Freitag im Kanton Nidwalden mit einem Grosseinsatz nach den vermissten Kindern gesucht worden - wiederum ergebnislos. Am Sonntag wird die Suche mit einer Unterwasserkamera im Vierwaldstättersee fortgesetzt.

Das Elektrizitätswerk Nidwalden konnte am Nachmittag den Pegelstand der Engelberger Aa für etwa zwei Stunden um einen halben Meter absenken. Um die Suche zu optimieren, wurde der 14 Kilometer lange Flusslauf in zehn Sektoren aufgeteilt.

Jedem Sektor wurden Angehörige der Polizei, der Feuerwehr, der SAC-Rettungskolonne und der Tauchsportgruppe Poseidon Luzern zugeteilt. Insgesamt standen über 120 Personen im Einsatz.

Aber auch diesmal konnten die Vermissten nicht gefunden werden. Im Wasser wurden einzelne Gegenstände wie Kleidungsstücke oder Schuhe sichergestellt. Laut Polizei ist aber noch offen, ob diese mit den Verschollenen in Zusammenhang gebracht werden können.

Auch Leichenspürhunde fanden nichts

Auf dem Vierwaldstätterseewaren am Morgen nochmals die Leichenspürhunde eingesetzt worden. Aber auch sie konnten nichts finden.

Die nächste Aktion wird die Flächensuche mit einer Unterwasserkamera im Vierwaldstättersee sein. Dieser Einsatz wird von der Tauchsportgruppe Poseidon mit ihrem Bergungsschiff Kon-Tiki durchgeführt. Die Suche beginnt am Sonntag und dauert voraussichtlich zwei Tage.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Leichen des elfjährigen Mädchens und des sechs Monate alten Buben unter Wasser von Sand und Kies verschüttet oder in eine Unterspülung getrieben wurden, welche nicht abgesucht werden kann. Die beiden Kinder waren vor zwei Wochen vom Hochwasser führenden Gerlibach bei Wolfenschiessen NW mitgerissen worden.

(sda)

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