Zürich Marathon: «Die letzten fünf Kilometer waren eine Qual»
Aktualisiert

Zürich Marathon«Die letzten fünf Kilometer waren eine Qual»

19 Prozent weniger Läufer nahmen den Zürich Marathon unter die Füsse als im Vorjahr. Vielen machte das kalte Wetter zu schaffen.

von
A. Hirschberg

«Die letzten fünf Kilometer waren eine Qual – mir tut alles weh, von den Füssen bis zur Hüfte», sagt Läufer Beat (58). Er steht im Ziel des 11. Zürich Marathon am Mythenquai und ringt um Atem. Beat ist einer von 2457 Personen, die die 42,195 Kilometer erfolgreich absolviert haben. Das sind rund 19 Prozent weniger als im Vorjahr mit 2916 klassierten Läufern.

Neben Beat leidet auch Edith (48). Sie hat aber keine Schmerzen, sondern kalt. «Meine Finger sind so steif, ich bekomme meine Schuhe nicht auf», sagt sie und lässt sich von einer anderen Läuferin helfen. Nicht nur für Edith, sondern auch für viele andere war es mit bloss rund 3 bis 6 Grad zu frostig. «Bei diesen Temperaturen ist es schwierig, sich richtig anzuziehen, man hat zu heiss oder zu kalt», sagt Thomas. Samira (18) hingegen fand es «ideal». Sie habe super laufen können.

Dies bestätigt Maurus Strobel, Sprecher des Zürich Marathon: «Die kalten Temperaturen führen bei vielen zu besseren Laufzeiten.» Es habe weniger Kreislaufkollapse gegeben, dafür hätten mehr aufgegeben wegen muskulärer Probleme. «Der garstige Winter ist auch mitschuldig an der Anmeldeflaute, weil die Läufer weniger trainieren konnten», so Strobel. Immerhin: Dank ausgebuchtem Team-Marathon und 10-Kilometer-Cityrun blieb die Gesamtteilnehmerzahl des Anlasses mit 7678 praktisch auf Vorjahresniveau.

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