Unfall in Diepoldsau SG: «Die Leute fahren oft mit 120 km/h dort durch»

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Unfall in Diepoldsau SG«Die Leute fahren oft mit 120 km/h dort durch»

Bei einem schweren Verkehrsunfall am frühen Sonntagmorgen wurde eine 17-jährige Mofafahrerin lebensbedrohlich sowie eine 19-jährige E-Bike-Fahrerin schwer verletzt. Laut Anwohnenden ist es eine bekannte Raserstrecke. 

von
Marion Alder
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Auf der Unterdorfstrasse zwischen Widnau und Kriessern ist es am frühen Sonntagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. 

Auf der Unterdorfstrasse zwischen Widnau und Kriessern ist es am frühen Sonntagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. 

20min/Marion Alder 
Eine 19-jährige E-Bike-Fahrerin wurde schwer verletzt, eine 17-jährige Mofafahrerin schwebt in Lebensgefahr.

Eine 19-jährige E-Bike-Fahrerin wurde schwer verletzt, eine 17-jährige Mofafahrerin schwebt in Lebensgefahr.

20min/Marion Alder 
Die unfallverursachende Person verliess die Unfallstelle, ohne sich um die verletzten Personen zu kümmern. 

Die unfallverursachende Person verliess die Unfallstelle, ohne sich um die verletzten Personen zu kümmern. 

Kantonspolizei St. Gallen 

Darum gehts 

  • Zwischen Widnau SG und Kriessern SG ereignete sich am Sonntagmorgen ein schwerer Verkehrsunfall.

  • Ein Auto raste auf der Unterdorfstrasse in eine Gruppe junger Frauen.

  • Eine 19-jährige E-Bike-Fahrerin wurde schwer verletzt, eine 17-jährige Mofafahrerin schwebt noch in Lebensgefahr.

  • Die unfallverursachende Person beging Fahrerflucht. 

  • Laut Anwohnenden handelt es sich um eine bekannte Raserstrecke. 

Auf der Unterdorfstrasse zwischen Widnau SG und Kriessern SG ereignete sich am frühen Sonntagmorgen ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Auto prallte mit einer 17-jährigen Mofafahrerin und einer 19-jährigen E-Bike-Fahrerin zusammen, wobei die 19-Jährige schwer und die 17-Jährige lebensbedrohlich verletzt wurden. Ohne sich um die verletzten Personen zu kümmern, verliessen die Unfallverursachenden die Unfallstelle.

In Kriessern zeigen sich Anwohnerinnen und Anwohner sehr betrübt. «Ein wirklich tragischer Unfall», sagt eine Anwohnerin gegenüber 20 Minuten. Besonders schlimm finde sie, dass die fahrende Person einfach weitergefahren ist. Ihre Kollegin ergänzt: «Einfach schlimm, was Alkohol anrichten kann.» 

Bekannte Raserstrecke 

Laut einem Paar, das schon viele Jahre in Kriessern wohnt, sei die Unterdorfstrasse eine bekannte Raserstrecke: «Die Leute fahren oft mit 100 oder 120 km/h.» Sowohl Autos als auch Töffs würden sich kaum an die Höchstgeschwindigkeitsgrenze von 80 halten. Und laut dem Paar das Schlimmste: «Die Polizei schaut nur dabei zu und macht nichts.» Es stehe zwar eine Radaranlage neben der Strasse, diese messe jedoch die Geschwindigkeit der Autos auf der Autobahn und überwache nicht die Unterdorfstrasse gleich daneben.

Das Paar ist fassungslos über das Ereignis: «Ich verabscheue diese Tat zutiefst und finde, so jemand sollte lebenslang ins Gefängnis kommen.» Sie hätten überhaupt kein Verständnis, dass man sich nach einem solchen Unfall nicht um die verletzten Personen kümmere. 

Regelmässige Geschwindigkeitsmessungen 

Laut der Kantonspolizei St. Gallen handelt es sich bei der Unterdorfstrasse nicht um eine bekannte Raserstrecke. «Es ist eine lange gerade Strecke, die zum Schnellfahren verleiten kann», so Daniel Hug, Sprecher der Kantonspolizei. Es gebe dort auch immer mal wieder Unfälle. Ein solch schwerer Unfall wie jener am Sonntagmorgen sei schon länger nicht mehr geschehen.

An der Unterdorfstrasse würden sporadisch Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. «Diese Strecke wird auch zukünftig wie bis anhin regelmässig kontrolliert», so Hug. 

Laut jetzigem Stand ist der Zustand der beiden verletzten Personen noch immer unverändert. Die Ermittlungen seien weiterhin in vollem Gange. 

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