Störung bei Kartenzahlung: «Die Leute liessen die Ware einfach an der Coop-Kasse liegen»

Aktualisiert

Störung bei Kartenzahlung «Die Leute liessen die Ware einfach an der Coop-Kasse liegen»

Riesenchaos bei der Detailhändlerin: Schweizweit funktionieren Zahlungen mit Karten nicht mehr. Ein Experte rät zum Bargeld als Notgroschen.

von
Fabian Pöschl
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Eine technische Störung bei Coop macht Zahlungen mit Karte oder Twint unmöglich.

Eine technische Störung bei Coop macht Zahlungen mit Karte oder Twint unmöglich.

20 Minuten
Das Problem kommt in allen Filialen vor.

Das Problem kommt in allen Filialen vor.

20 Minuten
Darauf weist die Detailhändlerin mit rasch verfassten Schildern hin.

Darauf weist die Detailhändlerin mit rasch verfassten Schildern hin.

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Darum gehts

Seit Montagmorgen geht nichts mehr mit Kartenzahlungen bei Coop. Wegen einer technischen Störung funktionierten die Kartenterminals in schweizweit allen Filialen nicht, bestätigt Coop-Sprecherin Rebecca Veiga auf Anfrage.

Viele Kundinnen und Kunden waren sichtlich genervt, weil sie nicht mit Karte zahlen konnten, wie ein News-Scout zu 20 Minuten sagt: «Als nichts mehr ging, liessen sie die Ware einfach bei den Selbstbedienungskassen liegen. Coop wird deutlich weniger als normal verkauft haben.» 

Schon Probleme im Sommer

Wann das Problem behoben ist, kann Coop nicht sagen. Die Detailhändlerin arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Am Nachmittag funktionierten in manchen Filialen aber wieder gewisse Karten, etwa von der UBS oder von Postfinance.

Coop kämpfte schon im Sommer mit Störungen beim Zahlungsverkehr. Laut Telecom-Experte Ralf Beyeler von Moneyland.ch sind solche sich häufenden und schweizweiten Ausfälle nicht ungewöhnlich. «Das kennt man zum Beispiel von der Swisscom. Früher gab es mal einen Ausfall im Quartier, aber weil alles vernetzt ist, läuft bei einem Problem in der ganzen Schweiz überhaupt nichts mehr», sagt Beyeler zu 20 Minuten.

Experte empfiehlt Bargeld

Der Telecom-Experte vermutet, dass die Kartenzahlung bei Coop zentral über den Hauptsitz läuft und es dort ein Problem gibt. Es könne aber auch sein, dass die Verbindung von Coop zum Dienstleister Worldline nicht funktioniert.

Ob die Detailhändlerin genug für die Sicherheit ihrer Systeme unternehme, lasse sich als Aussenstehender nicht sagen, so Beyeler: «Man kann Vorkehrungen treffen, aber hundertprozentige Sicherheit gibt es bei vernetzten IT-Systemen nie. Das kann alle Jahre passieren. Deshalb ist es nie schlecht, etwas Bargeld als Notgroschen dabeizuhaben.»

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