Aktualisiert 13.06.2014 17:14

Xherdan Shaqiri«Die Leute sollen stolz auf uns sein»

Xherdan Shaqiri ist das Aushängeschild des Schweizer Fussballs. Dass man ihn auch in Brasilien kenne, sei «ganz normal».

von
Sandro Compagno und Eva Tedesco, Porto Seguro

Eine Weltmeisterschaft ist die grösste Bühne, die sich ein Fussballer wünschen kann. Hier werden Stars geboren. Auch aus dem Nichts: Oder wer hätte vor der WM 1990 damit gerechnet, dass ein kleiner Sizilianer namens Salvatore «Toto» Schillaci zum Torschützenkönig und Star der WM würde? Wer hatte 1982 den 42-jährigen Kameruner Roger Milla auf dem Radar? Wer 2002 einen bulligen türkischen Stürmer namens Hakan Sükür?

Zwei Tage vor dem ersten Schweizer WM-Spiel gegen Ecuador ist Xherdan Shaqiri das unbestrittene Aushängeschild des Schweizer Fussballs. Wo der kleine Wirbelwind auch auftaucht, er wird erkannt, er muss hier für ein Foto posieren, dort ein Autogramm auf irgendeine Unterlage kribbeln. Das war auch am Freitagmittag im Hotel «Porto Seguro Praia» nicht anders, wo der Grossteil der Schweizer Journalisten logiert. Hotelgäste und -angestellte wollten unbedingt eine Erinnerung an den kleinen, grossen Fussballer aus Kaiseraugst AG.

Manchmal sei das etwas unangenehm, bekannte der 22-Jährige unlängst. Aber er hat auch sichtlich Spass an seiner Rolle: «In Südamerika kennen sie die grossen Mannschaften in Europa und der FC Bayern ist eine grosse Mannschaft. Es ist normal, dass die Leute mich fast überall auf der Welt erkennen. Aber das wäre wohl anders, würde ich privat auf der Strasse herumlaufen.»

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