Zentralschweiz: «Die Leute suchen konsequent die Sonne»
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Zentralschweiz«Die Leute suchen konsequent die Sonne»

Nach dem miserablen Sommer sind sich viele Innerschweizer einig: Über die Festtage gehts ab an die Sonne. Ein Renner in diesem Jahr ist Südafrika.

von
Katja Imhof
Viele Innerschweizer entscheiden sich derzeit, die Weihnachtszeit in wärmeren Gebieten zu verbringen.

Viele Innerschweizer entscheiden sich derzeit, die Weihnachtszeit in wärmeren Gebieten zu verbringen.

«Der schlechte Sommer macht es vielen Reiselustigen mit der Wahl ihrer Feriendestination einfach: Die Leute suchen während den Festtagen konsequent die Sonne», sagt Gaby Petermann, Filialleiterin von Knecht Reisen in Luzern. Besonders beliebt sind daher die warmen Regionen: «Südafrika ist der Renner bei uns», sagt Leila Steffen, Reisefachfrau vom Reisebüro Feriezyt in Sarnen.

Aber auch andere Regionen wie Thailand, Karibik, Malediven oder Dubai, Ägypten, Namibia und Tansania würden fleissig gebucht. Auch Steffen bestätigt, dass der schlechte Sommer nun im Winter bei vielen Leuten die Lust auf Sonne und Strand geweckt habe.

Lieber Sonne statt Schnee

Anders sieht es offenbar bei Wintersportferien aus: «Es bucht fast niemand Skiferien bei uns», so Steffen. Genau gleich sieht es laut Petermann bei Knecht Reisen aus: «Unsere Buchungen für Ski-Ferien sind gleich null.» Sie hat eine logische Erklärung dafür: «Ich war zuvor in der Ferienwohnungsbranche tätig und weiss, dass bei den meisten Wohnungen in der Hochsaison ein Minimum von 1 bis 2 Wochen Aufenthalt verlangt wird. Deshalb wird dieser Markt mehrheitlich aus dem Ausland gebucht. Die Schweizer Kundschaft meldet sich sehr oft direkt beim Anbieter und geht nicht übers Reisebüro.»

Laut Steffen gibt es noch einen anderen Grund: «Viele Leute haben an den Festtagen Betriebsferien und nutzen die Gelegenheit, ins Warme zu fliegen– im Januar oder Februar kann man dann immer noch auf die Piste.»

Bei Joe Bucher, Geschäftsführer vom Reisebüro Tramax in Zug, klingt es ähnlich: «Wir haben sehr wenig Anfragen für die Berge. Das liegt wohl daran, dass viele ein Ferienhaus haben oder direkt beim Anbieter buchen – daher spüren wir die Nachfrage nach Ski-Ferien nicht so stark.»

Gleich gut wie letztes Jahr oder besser

In den Reisebüros herrscht aber weitgehend Freude über den Umsatz: «Wir sind sehr zufrieden mit der Anzahl der Buchungen und spüren die Reisefreudigkeit», sagt Steffen. Joe Bucher von Tramax in Zug gibt sogar an, dass die Anzahl der Buchungen im Vergleich zum letzten Jahr gestiegen sei.

Wer noch nicht gebucht hat und trotzdem noch verreisen möchte, muss sich sputen: «Wir haben Mühe, noch Flüge zu finden und die Hotels sind fast ausgebucht», sagt Petermann. Kurzentschlossene könnten dennoch auch jetzt noch fündig werden.

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