Valentinstag: Die Liebeserklärungen unserer Politiker
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ValentinstagDie Liebeserklärungen unserer Politiker

Blumensträusse, wohin das Auge reicht: Auch Politiker zeigen sich zum Valentinstag romantisch. Einen ganz besonderen Grund zum Feiern hat FDP-Mann Caroni: Er wird bald Vater.

von
cbe

In den Supermärkten stapeln sich Schokoladepackungen in Herzform, Teddybären und Blumensträusse haben Hochkonjunktur: Zum Valentinstag beweisen sich Pärchen ihre Verbundenheit. Auch Schweizer Politiker wollen heute ihre Partnerinnen beschenken. Lesen Sie, wie Politiker von links bis rechts den Tag der Liebe begehen, und weshalb ihre Freundinnen und Ehefrauen für sie die Besten sind.

Für FDP-Nationalrat Andrea Caroni beginnt der Tag höchst unfeierlich: mit einer Sitzung des Büros des Nationalrats in Bern. «Wir planen die nächste Session, etwas Unromantischeres kann man sich nicht vorstellen.» Sein Start in den Valentinstag sei eher dornenvoll als rosig. Danach steige die Romantikskala aber «dramatisch» an: Am Abend führe ich meine Freundin zu einem Dinner in ihr Lieblingsrestaurant aus. Bei den Geschenken gibt sich der Appenzeller traditionell: «Nichts macht meiner Freundin so viel Freude wie eine handgeschriebene Karte.»

«Sie trägt unser Baby in sich – das ist eine gewaltige Leistung»

Was darin steht, will Caroni nicht verraten. Den Grund, weshalb seine Partnerin die Beste ist, lässt er sich dennoch entlocken: «Sie trägt seit fast neun Monaten unser Baby in sich. Das ist doch eine gewaltige Leistung.» Ein Valentinsbaby wird es allerdings nicht geben: Die Geburt des Jungen wird Mitte März erwartet.

Bei CVP-Nationalrat Martin Candinas verläuft die Romantikskala in umgekehrter Richtung. Der Valentinstag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück mit seiner Frau und den zwei Söhnen. «Der Hochzeitstag und der Geburtstag meiner Frau sind wichtiger, aber einen Blumenstrauss werde ich ihr auf jeden Fall schenken.»

«Bei mir ist jeder Tag Valentinstag»

Viel Zeit für Romantik hat der Bündner nicht, denn die Politik ruft. Nach dem Brunch geht es via Büro an eine Sitzung in Bern und am Abend zur Generalversammlung der Jungen CVP. Seine Frau sei die Beste, weil sie viel Verständnis für ihren umtriebigen Mann aufbringe. «Sie ist die beste Mutter für unsere Kinder und für mich die beste Ehefrau, die ich mir vorstellen kann.»

«Bei mir ist jeden Tag Valentinstag», sagt SVP-Nationalrat Oskar Freysinger. Der Walliser ist eigentlich gegen das institutionalisierte Liebesbekenntnis: «Man muss die Liebe jeden Tag unter Beweis stellen.» Das mache er so, seit er sich «auf den ersten Blick» in seine heutige Frau verliebt habe, mit der er seit 26 Jahren verheiratet ist. Einen Blumenstrauss werde er ihr aber dennoch schenken.

Zu erklären, weshalb seine Frau die Beste sei, fällt Freysinger schwer: Er könne 1000 Gründe aufzählen: «Sie ist intelligent, schön, treu, charmant.» Aber das allein mache es noch nicht aus: «Die Liebe ist letzten Endes unerklärlich. Sie ist das absolute Sein, das sich einem aufdrängt.»

Vaterschaftsurlaub als schönstes Valentinsgeschenk

Die Grüne Aline Trede hat den Valentinstag noch nie gefeiert: «Ich stehe nicht so auf Kitsch.» Sie werde heute den ganzen Tag im Zug verbringen – mit der Familie geht es nach Barcelona: «Das ist doch ein schöner Plan für den Valentinstag.» Ihr Partner sei der Beste, weil er sich jetzt während zwei Monaten unbezahltem Vaterschaftsurlaub um den kleinen Sohn kümmere und sie damit weiterhin versuchen könne, Beruf, Politik und Familie unter einen Hut zu bringen.

«Durch alle Irrungen und Wirrungen begleitet»

«Den Valentinstag finden wir zwar immer herzig», sagt FDP-Nationalrätin Doris Fiala. Etwas Spezielles planten ihr Mann und sie aber nicht. Da sie sich schon seit 40 Jahren kennen, schenkten sie sich auch keinen Blumenstrauss: «Wir sind ja kein frischverliebtes junges Pärchen.» In einer Partnerschaft müssen man versuchen, immer wieder mal einen Valentinstag einzulegen, nicht nur am 14. Februar: «Das hält die Beziehung lebendig.»

Erst gestern beispielsweise habe ihr Mann ihr einen riesigen Lebkuchen-Bären nach Hause gebracht, sagt Fiala, deren Hobby es ist, Bären aller Art zu sammeln. Das Beste an ihrem Mann sei, dass er sie angesichts der vielen Irrungen und Wirrungen und dem ganzen Auf und Ab in ihrem Leben immer begleitet habe: «In der heutigen Wegwerfgesellschaft ist diese Beständigkeit eine herausragende Qualität.»

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