Luca Zuffi: Die Liga jagt Thuns Juwel
Aktualisiert

Luca ZuffiDie Liga jagt Thuns Juwel

Luca Zuffi ist einer der begehrtesten Spieler der Super League. In Thun rechnet man im Sommer mit dem vorzeitigen Abgang des Mittelfeldakteurs.

von
Peter Berger

Luzern, die Grasshoppers, Basel oder St. Gallen – alle hätten Thuns Mittelfeldspieler gerne. «Die ganze Schweiz will Zuffi», sagt Andres Gerber. Thuns Sportchef erstaunt das grosse Interesse am 24-jährigen Winterthurer nicht. «Er hat sich mit guten Leistungen, auch in der Europa League, ins Rampenlicht gespielt.» Gerber geht deshalb davon aus, dass Zuffi trotz gültigen Vertrags bis 2015 im Sommer nicht zu halten ist. Der Sportchef verheimlicht nicht, dass er im Berner Oberland auf Transfereinnahmen angewiesen ist. «Deshalb ist die Situation sowohl für uns wie auch für den Spieler lukrativ.»

Zuffi hatte im Sommer 2012 zuerst auf Leihbasis von Winterthur aus der Challenge League nach Thun gewechselt (und dort bei seiner Grossmutter gewohnt). Der Sohn des früheren Stürmers Dario Zuffi (Winterthur, YB, Lugano, Basel) kam in der ersten Spielzeit in 26 Einsätzen auf ein Tor. In dieser Saison hat der Spielmacher in 24 Partien dreimal getroffen, dazu kommen drei Treffer auf der europäischen Bühne.

Sanogo ebenfalls begehrt

Neben Zuffi rechnet Gerber auch mit dem Abgang von Sekuo Sanogo: «Er ist auch international ein Thema.» Am 24-jährigen Ivorer sind neben Schweizer Vereinen auch Bundesligisten (Hoffenheim, Augsburg) interessiert. Der robuste Afrikaner hat vor allem mit seinen Auftritten in der Europa League Aufnahme in die Notizbücher der Scouts gefunden.

Auch Gerber im Gespräch

Schliesslich steht auch Gerber selber im Fokus. Er ist bei 1860 München (2. Bundesliga) im Gespräch. «Konkret ist aber nichts», sagt Gerber dazu. Dem 40-Jährigen, seit fünf Jahren im Amt, gelingt es in Thun mit äusserst bescheidenen finanziellen Mitteln immer wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen. Gerber vertraut bei Transfers oftmals mehr seinem Bauchgefühl als den Statistiken. Deshalb ist ihm auch in Deutschland eine erfolgreiche Tätigkeit zuzutrauen. «Grundsätzlich fühle ich mich in Thun wohl, die Arbeit hier bereitet mir grossen Spass. Aber ein ernsthaftes Angebot von 1860 München würde ich mir bestimmt anhören», so Gerber.

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