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Bekennerschreiben«Die Lügen des Stefan Aust»

Einen Tag nach dem Farbanschlag auf das Wohnhaus des Journalisten Stefan Aust ist bei der «Hamburger Morgenpost» ein Bekennerschreiben eingegangen.

In dem dreiseitigen Schreiben beziehen sich die unbekannten Autoren auf den Kinostart des RAF-Films «Der Baader-Meinhof-Komplex», wie die Zeitung am Freitagabend mitteilte. «Der Film ist eine Fortschreibung der Verdrehungen und Lügen des Stefan Aust, er visualisiert die von ihm entworfenen psychopathologischen Muster der GenossInnen der RAF wirkungsmächtig», heisst es darin dem Blatt zufolge.

Unbekannte warfen in der Nacht zum Donnerstag mehrere Beutel und Gläser mit Farbe gegen die Fassade der Hamburger Villa. Verletzt wurde niemand. Der Film, der am Donnerstag in die deutschen Kinos kam, basiert auf Austs gleichnamigem Sachbuch über die Rote-Armee-Fraktion. Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel drehten auf der Grundlage von Austs Standardwerk einen Spielfilm mit Starbesetzung, der derzeit in vielen Medien diskutiert wird. Der frühere «Spiegel»-Chefredakteur beriet die Produzenten bei der Erstellung des Drehbuches und präsentiert den Film deutschlandweit. (dapd)

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