Die Luft für Raucher wird immer dünner

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Die Luft für Raucher wird immer dünner

In den Tessiner Grotti darf nicht mehr geraucht werden. Die Stimmberechtigten des Südkantons haben das erste Rauchverbot der Schweiz für Gaststätten gutgeheissen. Der Entscheid fiel mit 79,1 Prozent Ja-Stimmen-Anteil klarer aus als erwartet.

Ein so klares Verdikt hat wohl niemnad erwartet. Die Stimmberechtigten des Kantons Tessin haben am Sonntag das vom Parlament beschlossene Rauchverbot für Gaststätten genehmigt. Bei einer Stimmbeteiligung von 56,3 Prozent fiel der Entscheid mit 90.384 gegen 23.945 Stimmen, wie die Staatskanzlei in Bellinzona bekannt gab. Der Entscheid fiel mit 79,1 Prozent Ja-Stimmen-Anteil klarer aus als erwartet.

Künftig darf somit in Tessiner Lokalen höchstens noch in abgeschirmten Räumen geraucht werden. Die von Giuliano Bignasca angeführte Lega dei Ticinesi hatte das Referendum gegen den Parlamentsbeschluss vom vergangenen 12. Oktober zusammen mit der SVP sowie Teilen von FDP und CVP ergriffen. Das Referendumsmotto, «Basta Verbote - Mehr Freiheit», vermochte sich nicht durchzusetzen und ging gewissermassen in Rauch auf.

Die Befürworter hatten mehr Glück damit, dass sie die positiven Erfahrungen mit einem Rauchverbot im benachbarten Italien als Argument ins Feld geführt. Bignasca scheint die Niederlage gewittert zu haben: Er kündigte im Sonntagsblatt «Mattina della domenica» bereits eine Bundesgerichtbeschwerde gegen das Verdikt an.

Abgelehnt wurden mit 72.843 Nein- gegen 39.390 Ja-Stimmen Sparmassnahmen im Sozialbereich im Betrag von insgesamt 40 Millionen Franken.

AP/SDA

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