Cannonball Race: Die Luxus-Raser sind in Genf
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Cannonball RaceDie Luxus-Raser sind in Genf

Die Teilnehmer des berüchtigten Cannonball-Rennens sind um 18.30 Uhr in Genf eingetroffen. Einer von ihnen ist quer durch die Schweiz gefahren.

von
hal

Sie fahren Ferrari, Porsche oder Lamborghini und drücken gerne fest aufs Gas: Die meist reichen Teilnehmer des Cannonball Runs rasen jedes Jahr durch Europa. Am Tag fahren sie, am Abend feiern sie Partys in Luxus-Hotels. Mehrmals waren sie schon in der Schweiz.

Gestern startete das Rennen in London. Ziel ist Marbella in Spanien. Die genaue Strecke ist zwar geheim, doch heute werden die Raser in der Schweiz halten: Sie haben in Genf ein Hotel gemietet. Die heutige Etappe führe von Amsterdam in die Romandie, teilte die Konferenz der Polizeikommandanten von Westschweiz, Bern und Tessin mit.

Gegen 18.30 Uhr kamen die Raser in Genf an. Wie 20 Minutes berichtet, war einer von ihnen eine Stunde zuvor in Basel von Deutschland über die Grenze gefahren und zeitweise mit 132 km/h unterwegs. In Genf kam er mit seinen Mitstreitern zusammen, die die Route über Frankreich bevorzugt hatten.

Schon am Nachmittag sind die Raser an Basel vorbeigefahren, dann aber anders als in früheren Jahren Richtung Frankreich abgebogen. Fürchten sie das neue Raser-Gesetz und die Schweizer Polizei? Letztere kündigte gestern an, an mehreren Orten Radarkontrollen durchzuführen und die Patrouillen zu verstärken. Sie fürchtet, dass die Raser andere Verkehrsteilnehmer gefährden. «In früheren Jahren gab es grosse Geschwindigkeitsübertretungen», sagt Eric Grandjean, Sprecher der Genfer Polizei.

Für Raser wird es teurer

In Frankreich wurde am diesjährigen Race bereits ein Brite geschnappt, der mit seinem Ferrari mit 178 km/h statt der erlaubten 90 km/h über die Strassen raste. Auch Schweizer Polizisten haben in anderen Jahren schon mehrere Teilnehmer des Cannonballs angehalten und ihre Autos beschlagnahmt, mussten sie aber nach Bezahlung einer Busse oder auf Kaution wieder ziehen lassen.

Die reichen Raser zahlten, ohne mit der Wimper zu zucken. Dieses Jahr dürften die Strafen dank dem neuen Raser-Gesetz aber deutlich höher ausfallen – und die Raser zumindest finanziell empfindlich treffen.

Party, Frauen und Luxus-Schlitten: Der Cannonball 2004 bot alles zusammen.

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