Zürich: «Die Männer spielten bei voller Fahrt auf dem Auto Schere-Stein-Papier»

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Zürich«Die Männer spielten bei voller Fahrt auf dem Auto Schere-Stein-Papier»

Zwei junge Männer alberten bei der Fahrt durch den Schöneichtunnel in Zürich auf dem Dach des Fahrzeugs herum. Die Freundin eines News-Scouts hat die gefährliche Fahrt auf Video festgehalten.

von
Daniel Krähenbühl

Darum gehts

Gefährliche Situation im Schöneichtunnel: Zwei junge Männer sitzen auf dem Fensterrahmen eines Skodas und sprechen über das Fahrzeugdach hinweg miteinander. «Die Männer spielten am Samstag bei voller Fahrt auf dem Auto Schere-Stein-Papier», sagt Philipp (33), dessen Freundin das Video vom Beifahrersitz aufgenommen hatte.

«Ich sagte ihr, sie soll mitfilmen, damit wir die nötigen Aufnahmen hätten, falls es zu einem Unfall kommt.» Das Verhalten der Männer habe er als sehr gefährlich eingeschätzt. «Es war extrem fahrlässig von ihnen. Wäre einer bei 60 Kilometern pro Stunde rausgefallen, hätte es – auch für andere Autofahrer – böse enden können.» Nicht zuletzt, weil derzeit eine provisorische Bodenwelle im Tunnel viele Autofahrende erschreckt.

Personen droht ein Verfahren

Den Männern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sei wohl nicht bewusst gewesen, welche Konsequenzen ihr Verhalten habe, sagt Philipp. « Sie haben sich gegenseitig einen Gegenstand zugeworfen, haben miteinander gelacht, Sprüche geklopft und Schere-Stein-Papier gespielt. Es war sehr skurril.» Wenn die Polizei das gesehen hätte, wäre das Billet ziemlich schnell weg gewesen, ist Philipp sich sicher. «Auch ich war mal jung, aber was sie gemacht haben, ist schon ziemlich dumm.» 

Die Kantonspolizei Zürich hatte bis zur Anfrage von 20 Minuten keine Kenntnis vom Vorfall, sagt Sprecher Alexander Renner. Das gezeigte Verhalten sei verboten und sehr gefährlich. «Wir raten, bei der Beobachtung solchen Verhaltens umgehend die Nr. 117 zu wählen» , sagt Renner. 

«Lassen sich die gezeigten Personen, wie auch der Lenker oder die Lenkerin des betreffenden Fahrzeuges ermitteln, droht ihnen ein Verfahren wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz», sagt Renner. Die lenkende Person müsste demnach einerseits mit einem strafrechtlichen wie auch einem administrativem Verfahren rechnen – also einer Busse und einem Führerausweisentzug. 

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