Gökhan Inler: «Die Mannschaft ist bereit für die nächste Mission»
Aktualisiert

Gökhan Inler«Die Mannschaft ist bereit für die nächste Mission»

Gökhan Inler träumt davon, die Schweizer Nati weiter als nur durch die WM-Vorrunde zu bringen. In der Realität nimmt der Nati-Captain aber Schritt für Schritt.

von
E. Tedesco & S. Compagno

Nati-Captain Gökhan Inler spricht in Weggis über seine junge Nati, einen lockeren Ottmar Hitzfeld und über die nächste Mission. (Video: 20 Minuten)

Die Schweizer Fussball-Nati steht am heutigen Freitag vor dem ersten von zwei Testspielen in Luzern. An die Jamaikaner hat Gökhan Inler nur die besten Erinnerungen. Am 22. März 2007 erzielte er in seinem erst fünften Länderspiel, dem ersten Auftritt in der Startelf, sein erstes Tor zum 2:0, nachdem Marco Streller die Schweiz in Führung gebracht hatte. «Es war schon eine Ehre, für die Schweiz spielen zu dürfen, aber dann war es noch sehr speziell gegen Jamaika, weil ich ein Tor geschossen habe», erinnert sich der Napoli-Söldner.

Sieben Jahre später hat Inler 71 Länderspiele und sechs Tore auf dem Buckel und ist Captain der vielleicht besten Auswahl, die die Schweiz je hatte. Die Qualität der jungen Spieler sei unbestritten. «Der Schlüssel für mich ist aber der Teamspirit, die Freude der Spieler, in der Nati zu sein. Seit ich dabei bin und nach dem Umbruch ist die Mannschaft enorm gewachsen. Und auch der Trainer hat sich mit uns entwickelt.»

Ein lockerer Natitrainer

Ottmar Hitzfeld hätte erst den Umgang mit der jungen Mannschaft lernen müssen. «Er ist lockerer drauf und dabei konnte ich ihm mit meiner Erfahrung und meinem Können ein wenig helfen. Ich habe ihn nicht gebremst und gesagt, er soll die Jungs loslassen, Freude haben lassen und frech sein. Das Mass haben wir zusammen mit dem Trainer gefunden. Er hat uns das Vertrauen gegeben und wir versuchen, es ihm zurückzugeben. Die Mannschaft ist bereit für die nächste Mission».

Und die soll die höchste Schweizer Auswahl an der WM in Brasilien ganz weit bringen. Wie weit, Gökhan Inler? «Bis in den Achtelfinal. Und ich habe auch ein wenig weiter geträumt.» Wie viel weiter, das habe er aber «vergessen». «Träumen darf man, aber in der Realität müssen wir Schritt für Schritt machen, denn träumen nützt im Fussball nichts. Der nächste Schritt heisst Jamaika und diesen Test nehmen wir ernst. Wir wollen gewinnen, wie wir das immer wollen.»

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