Gökhan Inler: «Die Mannschaft ist immer gewachsen»
Aktualisiert

Gökhan Inler«Die Mannschaft ist immer gewachsen»

Die Nati-Spieler sind nach dem abgeschlossenen Länderspieljahr wieder bei ihren Klubs. Für Captain Gökhan Inler ist die Bilanz 2014 speziell.

von
Eva Tedesco
Breslau

Nati-Captain Gökhan Inler schaut auf ein intensives und spezielles Fussballjahr 2014 zurück. (Video: 20 Minuten)

Für die 12 Länderspiele im Jahr 2014 verbrachten die Nationalspieler rund 90 Nächte in Hotelzimmern, legten rund 34'000 Flugkilometer zurück und standen unzählige Stunden auf dem Trainingsplatz. Und sie wurden nach dem Ende der Ära Ottmar Hitzfeld und dem Wechsel zu dessen Nachfolger Vladimir Petkovic von zwei unterschiedlichen Trainern betreut, was das WM-Jahr noch einmal zusätzlich speziell gemacht hat.

Gökhan Inler führte die Auswahl als Captain durch das Jahr und konnte gegen Litauen das 80. Länderspiel seiner Karriere bestreiten. Neben dem fantastischen Erlebnis in Brasilien an der WM-Endrunde zieht der Napoli-Star auch andere Erkenntnisse aus dem abgelaufenen Länderspiel-Jahr.

Gökhan Inler, das Jahr 2014 war in vielerlei Hinsicht speziell für Sie und die Nati. Lassen Sie bitte das Jahr aus Ihrer Sicht Revue passieren.

Gökhan Inler: Mir sind durchwegs positive Eindrücke geblieben. Vor allem, dass sich die Mannschaft sehr gut weiterentwickelt hat. Die Mannschaft ist immer gewachsen und wir haben trotz schwachem Start im Herbst in die EM-Kampagne zuletzt bewiesen, dass wir auf einem guten Weg sind. Jetzt ist wichtig, dass wir in unseren Leistungen konstant bleiben. Das 2:2 im Test in Polen war zum Abschluss wichtig, um zu zeigen, dass wir uns auf hohem Niveau bewegen.

Hat der schwache Start mit dem Wechsel von Ottmar Hitzfeld zu Vladimir Petkovic zu tun? Hat es so lange gedauert, bis die Mannschaft die Ideen des neuen Trainers umsetzen konnte?

Wir haben von Anfang an gewusst, welche Ideen er hat, aber es ist nicht so einfach, in einem neuen System und mit einem neuen Staff gleich alles umzusetzen. Es braucht Zeit, bis sich alles einspielt. Aber da muss ich dem Trainer ein riesiges Kompliment machen: Er hat sehr viel Aufwand und Zeit investiert, erklärt, geredet, gezeigt und in all den Monaten immer den Kontakt zu uns gehalten. Jetzt sind wir in einem guten Rhythmus und wollen das im nächsten Jahr erneut beweisen.

Dann stimmen Sie mir zu, wenn man zusammenfassend von einem super Jahr 2014 spricht?

Sicher! Wir hatten ein super Jahr mit ganz tollen Spielen und darauf muss man aufbauen. Wichtig wird sein, dass jeder mitzieht – und dann geben wir in den nächsten Spielen ab März Vollgas.

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