Aktualisiert 23.10.2003 09:04

Die Marke «Gorbi»

Der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow (72) lässt aus Ärger über unerlaubte Nudel- und Bohrmaschinenwerbung seinen Nachnamen und den Spitznamen «Gorbi» als Marke registrieren. Gorbatschow sei es leid, in Russland sowie im Ausland seinem Namen oder Konterfei als Werbemotiv zu begegnen, berichtete die Zeitung «Iswestija» am Donnerstag. Nur gegen den deutschen «Gorbatschow»-Wodka habe er nichts einzuwenden, da der Markenname vor seiner Zeit entstanden sei.

Der russische Friedensnobelpreisträger wolle nur seinen Namen schützen und plane selbst keine «Gorbi»-Kollektionen, teilte ein Sprecher der Gorbatschow-Stiftung in Moskau mit. In seiner Heimat zählt Gorbatschow bis heute zu den unbeliebtesten Politikern. Viele Russen machen ihn für den Zerfall der Sowjetunion und die gesellschaftlichen Umstürze verantwortlich.

(sda)

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