Kein Witz: Die Mars-Mission braucht einen Clown in der Crew
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Kein WitzDie Mars-Mission braucht einen Clown in der Crew

Bei der Mars-Mission gibt es viele offene Fragen. Zumindest eine ist jetzt aber geklärt: Nämlich die, wie die Mannschaft zusammengesetzt sein sollte.

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Der Mars ist der erklärte nächste Schritt für die bemannte Raumfahrt, doch bis es so weit ist, gibt es noch einige wichtige Aspekte zu klären. Unter anderem, wie die Crew zusammengesetzt sein sollte, damit sie die Herausforderungen der Mission meistern kann.

Der Mars ist der erklärte nächste Schritt für die bemannte Raumfahrt, doch bis es so weit ist, gibt es noch einige wichtige Aspekte zu klären. Unter anderem, wie die Crew zusammengesetzt sein sollte, damit sie die Herausforderungen der Mission meistern kann.

epa/Usgs Handout
Eine erste Antwort darauf haben Forscher der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois nun mithilfe von Scheinmissionen gefunden. Demnach braucht es einen kreativen Kopf, dem Probleme nichts ausmachen, der die Stimmung auflockert und der in heiklen Situationen die Gruppe wieder zusammenbringt.

Eine erste Antwort darauf haben Forscher der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois nun mithilfe von Scheinmissionen gefunden. Demnach braucht es einen kreativen Kopf, dem Probleme nichts ausmachen, der die Stimmung auflockert und der in heiklen Situationen die Gruppe wieder zusammenbringt.

Northwestern University
Kurz: Es braucht einen Clown mit besonderen Fähigkeiten – quasi einen zweiten Guy Laliberte. Der Mitbegründer des Cirque du Soleil flog 2009 als Weltraumtourist mit roter Nase zur Internationalen Raumstation ISS und sorgte dort für gute Stimmung.

Kurz: Es braucht einen Clown mit besonderen Fähigkeiten – quasi einen zweiten Guy Laliberte. Der Mitbegründer des Cirque du Soleil flog 2009 als Weltraumtourist mit roter Nase zur Internationalen Raumstation ISS und sorgte dort für gute Stimmung.

Keystone/AP/Mikhail Metzel

Die Mars-Mission ist in mehrerer Hinsicht eine Herausforderung. So ist beispielsweise immer noch unklar, ob der menschliche Organismus überhaupt den Hinflug übersteht. Immerhin dauert allein dieser rund sechs bis acht Monate. Und das auch nur bei idealen Bedingungen.

Auch die gesundheitlichen Auswirkungen der hochenergetischen Strahlung im Weltall sind noch nicht gänzlich geklärt. Studien mit Mäusen haben gezeigt, dass sie dem Gehirn schadet und kognitive Fähigkeiten vermindert. Zudem ist von einem fünf Prozent höheren Krebsrisiko für die Astronauten die Rede.

Scheinmission mit echten Herausforderungen

Forscher der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois haben nun immerhin geklärt, welche Figur in einem Team nicht fehlen sollte, damit es die Herausforderungen der Mission meistern kann.

Dafür schickte das Team um den Psychologen Noshir Contractor eine Gruppe von Astronauten auf sogenannte Scheinmissionen. Diese fanden zwar auf der Erde statt, aber die Bedingungen waren so, wie sie auch im Weltall vorzufinden wären – inklusive Isolation, Schlafentzug und speziell entwickelter Aufgaben.

Auch die Kommunikation mit der Aussenwelt fand ihm Rahmen der Studie deutlich verzögert statt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Teamwork ist das A und O

Ergebnis: «Kreatives Denken und Problemlösen sind genau die Dinge, die auf einer Mars-Mission wirklich wichtig sein werden», erklärt Contractors Kollegin Leslie DeChurch während der Jahrestagung der American Association for the Advancement of Science. Ebenso wichtig werde es sein, dass ein Teammitglied die Stimmung auflockern, seine Mitstreiter zum Lachen bringen und in heiklen Situationen die Gruppe wieder zusammenbringen könne. Ein Clown mit besonderen Fähigkeiten, wie TheGuardian.com schreibt.

Rollenverteilung entscheidend

Auch Jeffrey Johnson, Anthropologe an der University of Florida, ist davon überzeugt, dass es einen Spassvogel an Bord braucht: «Es ist wichtig, dass da jemand ist, der den anderen hilft, miteinander auszukommen, damit sie ihre Arbeit machen können. Es ist entscheidend für die Mission.»

Johnson weiss, wovon er spricht, schliesslich hat er vier Jahre lang Forscherteams in der Antarktis studiert. In dieser Zeit hat er neben dem zuverlässigen Unterhalter noch weitere wichtige Rollen identifiziert, die ein Team voranbringen: Anführer, Geschichtenerzähler, Freund, Berater und Vermittler.

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