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Die Maske-Diät: So schlagen Sie das Fett k.o.

Deutschlands Superboxer Henry Maske strahlt: «Ich fühle mich wie ein 25-Jähriger». Und das mit 43 Jahren. Machen Sie es wie Maske: Nicht rauchen, nicht trinken, viel Sport, viel Schlaf. Und erleben Sie im Sommer den zweiten Frühling.

Wie kann Box-Gigant Henry Maske mit 43 noch so super-fit sein? Maske stolz gegenüber bild.de: «Meinen Körper gibt es zwar seit 43 Jahren. Aber ich fühle mich wie 25.»

Auch nach seinem Karriereende vor zehn Jahren konnte er nicht ohne Sport. Viermal die Woche wurde gejoggt. Acht bis 15 Kilometer. Täglich bis zu 70 Liegestütze.

Maske: «Das verhindert das Anhäufen von Fettsubstanz! Ich habe mich auch als Geschäftsmann fit gehalten.»

Die restlichen drei Tage gings in den Kraftraum im Keller seines Hauses in Overath bei Köln. Auf 40 Quadratmetern stehen sechs Fitnessgeräte. Ehefrau Manuela lacht: «Wir haben einen grossen Fitnessraum und drum herum dann ein Haus gebaut.»

Prof. Dr. Walter Wagner (56), Deutschlands bekanntester Box-Arzt: «Bei der medizinischen Untersuchung vorm Kampf hatte er Top-Werte – als hätte er nie geboxt. Von den hirnversorgenden Gefässen bis zu einzelnen Muskelgruppen alles wie ein 25-Jähriger.»

Wagner kennt auch den Grund: «Er hat gelebt wie ein Sportler. Kein Alkohol, keine Zigaretten. Wer raucht, bekommt schnell graue Haut, bei viel Alkohol lässt das Reaktionsvermögen und die Koordination nach.»

Die Henry-Maske-Diät

Ernährung

Kleine Sünden sind erlaubt. Maske-Trainer Manfred Wolke (64) verrät: «Ich habe ihm auch mal ein schönes Stück selbstgebackenen Apfelkuchen von meiner Frau serviert.» Selbst Schokolade ist nicht verboten. Wolke: «Wichtiger Energielieferant.»

Beim Training verliert Maske vormittags 2,5 Kilo Gewicht, nachmittags noch mal 3,5 Kilo. Wolke: «Da muss man nachtanken.»

Dreimal die Woche gabs Nudeln. Am liebsten mit Tomatensauce. Dazu viel Geflügel, Fisch (meist Seezunge).

Das Frühstück rustikal: Dunkles Brot, Wurst, Käse – und eine Tasse Kaffee.

Maske trinkt täglich fünf Liter stilles Wasser. Zur Abwechslung auch mal Apfelschorle. Abends ab und zu ein alkoholfreies Bier.

Entspannung

Zwischen den Trainingseinheiten gönnte sich Maske ein Stündchen Schlaf nach dem Mittagessen.

Pro Nacht acht Stunden Schlaf. Morgens um 7.30 Uhr klingelte der Wecker. Abends zog sich Maske immer zurück.

Sparringspartner Karo Murat: «Mit uns war er nie unterwegs. Ich habe ihn nur beim Training gesehen.»

«Training»

Als feststand, dass Maske wieder in den Ring steigt, verschärfte er sein Programm. Zuletzt trainierte er im Wolke-Gym (im Dezember eröffnet) in Frankfurt/Oder im Stadtteil Neuberesinchen.

Sein tägliches Trainingsprogramm bestand u.a. aus: Klimmzüge (20 Stück) mit unterschiedlicher Griff-Technik. Finger vom Körper weg für Bizeps. Finger zum Körper für Trizeps, der für die Schlagkraft besonders ausgebildet sein muss.

15-mal Auf-und-ab-Stemmen der Zickzackhantel (45 Kilo) vor der Brust – für den Waschbrettbauch.

Viel Seilspringen, Schattenboxen. Wolke: «Abwechslung muss sein! Damit der Sportler immer mit Freude bei der Arbeit ist.»

Viermal die Woche 10 Kilometer Laufen. Schafft Maske in 40 Minuten.

Trainer Wolke: «Läufe sind wichtig für die Kondition. Frische Luft tut gut.» Beim Aufbautraining muss der Puls zwischen 130 und 140 liegen.

Zweimal die Woche Sprints: 12 Läufe über 400 oder 100 Meter. Wolke: «Für die Beinarbeit! Damit Henry im Ring explodiert.»

Vorm Training immer Dehnübungen, Gymnastik. Dr. Wagner: «Wichtig, dass das Verhältnis zwischen Spann- und Schnellkraft stimmte. Es nutzt ja nichts, wenn du wie ein Bodybuilder aussiehst und dann im Ring lahm wie eine Ente bist.»

PS: Kleiner Trost für alle Männer, die nie so fit werden wie Maske: Schauen Sie mal auf seinen Hinterkopf. Wenn die Haare weniger werden, hilft kein Fitness-Geheimnis der Welt...

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