Aktualisiert 02.08.2012 13:26

Nach schwarzem MittwochDie Medaillenhoffnung stirbt zuletzt

Der 1. August hätte unser olympischer Tag sein sollen – doch noch immer stehen wir ohne Edelmetall da. Jetzt gilt: Nicht verzweifeln. Einige heisse Eisen haben wir noch im Feuer.

von
Franziska Burkhard

Fabian Cancellara auf dem Podest? Nein, die lädierte Schulter wollte es nicht zulassen. Eine Medaille für Mike Kurt? Fehlanzeige. Dem Schweizer Kajakfahrer brach das Ruder. Gold im Fechten? Sie kennen die Antwort. Noch vor dem ersten August hiess es: Wenn es an diesem Tag kein Edelmetall für die Schweiz gibt, wann dann? Nun müssen es andere richten.

Ja, es stimmt. Gestern hatten die Schweizer gute Chancen, endlich auf einem Podest zu stehen – doch es hat nicht sollen sein. Das Gute: Die Olympischen Spiele dauern noch elf ganze Tage – und noch sind lange nicht alle Schweizer zum Einsatz gekommen. Einige ganz heisse Eisen haben wir noch im Feuer.

Den Anfang machte einen Tag nach dem Debakel der Leichtgewichts-Vierer im Rudern. Das Quartett mit Mario Gyr, Simon Niepmann, Lucas Tramèr und Simon Schürch hat auf seinem Weg in den Final überzeugt - dort reicht es am Ende aber nur für den fünften Schlussrang. Aber da ist ja auch noch Roger Federer im Tennis-Einzel. Am rabenschwarzen Nationalfeiertag musste er zwar im Doppel mit Stanislas Wawrinka die Segel streichen, im Einzelwettbewerb ist er aber noch im Rennen. Zwei Siege ist er von einer Medaille entfernt. Einen Tag vor der Tennis-Entscheidung, am 4. August, tritt ausserdem Nicola Spirig auf den Plan. Die Schweizer Triathletin ist in Topform und konnte zuletzt neun Siege in Serie feiern.

Schweiz als Mountainbike-Nation

Ein heisser Trumpf ist auch Nino Schurter. Der Mountainbiker hat sich minutiös für die Olympischen Spiele vorbereitet und präsentiert sich ebenfalls in Topform. Ebenfalls Podestanwärter sind seine Teamkollegen Florian Vogel und Ralph Näf. Die drei kommen am letzten Olympia-Tag (12. August) zum Einsatz.

Immer hoffen darf die Schweiz auch auf die Reiter. Die Athleten um Pius Schwizer sind im Springreiten oft für eine starke Leistung gut – sowohl im Einzel als auch im Teamwettbewerb. Mit Swann Oberson könnte zudem die sehr mässige Schwimmbilanz verbessert werden. Die Open-Water-Schwimmerin gilt in ihrer Disziplin als Medaillenkandidatin.

Segler enttäuschten bisher

Schwierig wird es wohl bei den Schweizer Seglern. Enrico De Maria und Flavio Marazzi konnten den hohen Erwartungen bisher nicht gerecht werden. Nach Wettbewerbshälfte stehen sie nur auf Rang 12. Neun Teams müssten sie in sechs Rennen überholen, um noch Edelmetall nach Hause nehmen zu können. Ähnlich sieht es für Nathalie Brugger aus. Die Freiburgerin belegt ebenfalls den 13. Zwischenrang bei Wettbewerbshälfte.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.