Die Mehrheit der Deutschen ist gegen Schönheitsoperationen
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Die Mehrheit der Deutschen ist gegen Schönheitsoperationen

64 Prozent lehnen es ab, mit Hilfe von Anti-Falten-Spritzen oder chirurgischen Eingriffen ihr Äusseres zu verändern, wie eine am Freitag in Stuttgart veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Magazins «Reader's Digest» ergab.

59 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer erklärten, es sei ihnen nicht wichtig, jünger auszusehen.

Das Bedürfnis nach ewiger Jugend haben der Umfrage zufolge vor allem Menschen mit einem niedrigen Einkommen. 42 Prozent der Befragten mit einem Haushalts-Einkommen unter 1.000 Euro und 51 Prozent derjenigen, denen 1.000 bis 1.500 Euro im Monat zur Verfügung stehen, möchten jünger scheinen, als sie sind, wie die Umfrage ergab.

Ausserdem seien Singles eitler und körperbewusster als Personen, die in einer Paarbeziehung lebten, hiess es. In dieser Gruppe seien es 41 Prozent, die viel Wert darauf legten, jünger zu erscheinen.

Nur 4 Prozent der Befragten wären zum Gesichtslifting bereit, nur 6 Prozent würden sich Fett absaugen oder Falten unterspritzen lassen. Die grosse Mehrheit der 1.000 Befragten hingegen setze auf sanfte Methoden wie gesunde Ernährung (95 Prozent) oder Sport (87 Prozent). Anti-Falten-Cremes schenkten nur 33 Prozent Vertrauen.

Das Alter werde inzwischen mit durchaus positiven Werten besetzt, schrieb «Reader's Digest». Damit würden Lebenserfahrung (90 Prozent), Weisheit (72 Prozent) und Ausgeglichenheit (68 Prozent) in Verbindung gebracht. Erst dahinter folgten zwei negativ besetzte Begriffe: 67 Prozent der Befragten verbänden Altern mit Gebrechlichkeit, 64 Prozent dächten dabei an Tod. (dapd)

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