Verkehrsunfallstatistik AI – Die meisten Unfälle fanden montags und dienstags statt

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Verkehrsunfallstatistik AIDie meisten Unfälle fanden montags und dienstags statt

Die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik des Kanton Appenzell Innerrhoden für das Jahr 2021 liegt vor. Die Unfallzahlen sind seit 2013 noch nie so tief gewesen und die meisten Unfälle ereignen sich am Montag und am Dienstag.

von
Marion Alder
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Bei einem Unfall am 17.08.2021 entstand an beiden Autos Totalschaden. 

Bei einem Unfall am 17.08.2021 entstand an beiden Autos Totalschaden. 

Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden
Am 16.03.2021 prallte ein elfjähriges Mädchen mit ihrem Velo in das Heck dieses Autos.

Am 16.03.2021 prallte ein elfjähriges Mädchen mit ihrem Velo in das Heck dieses Autos.

Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden
Am 29.10.2021 kam es zu einem Totalschaden der beteiligten Fahrzeuge. 

Am 29.10.2021 kam es zu einem Totalschaden der beteiligten Fahrzeuge. 

Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden

Darum gehts

  • Im Jahr 2021 kam es zu 108 Verkehrsunfällen im Kanton Appenzell Innerrhoden. 

  • Es gab keine Todesopfer im Strassenverkehr. 

  • Die meisten Unfälle fanden jeweils Anfang der Woche und bei trockenen Strassenverhältnissen statt.

Mit 108 registrierten Unfällen im Jahr 2021 war die Zahl der Verkehrsunfälle seit 2013 noch nie so tief im Kanton Appenzell Innerrhoden. Laut Polizeisprecher Roland Koster liege das an verschiedenen Faktoren: «Die Technik der Autos wird mit allen Assistenzsystemen ständig besser und die Ausbildung der Junglenker verbesserte sich ebenfalls.» Die Strasseninfrastruktur, wie beispielsweise die Signalisationen, hätten ebenfalls stetig einen besseren Standard. Ausserdem sei dies auch ein Verdienst der Beratungsstelle für Unfallverhütung, die zur Prävention beitrage. 

Keine statt bis zu acht Toten

«Sehr erfreulich ist es, dass es auch letztes Jahr wieder keine Todesopfer im Strassenverkehr gab», so Koster. Dies sah vor vielen Jahren noch ganz anders aus. Vor mehr als zwanzig Jahren lag der Durchschnittswert der Todesopfer zwischen fünf bis acht Personen. Diesen starken Rückgang verdanke man ebenfalls der fortgeschrittenen Strasseninfrastruktur sowie der Verbesserung der Autotechnik. «Beispielsweise war damals die Knautschzone bei Autos praktisch nicht vorhanden», sagt Koster. Dadurch kam es bei Kollisionen mit wenig Geschwindigkeit trotzdem zu schweren Verletzungen. 

36 Unfälle mit Wildtiere – nur drei mit Fussgängern 

Im letzten Jahr ereigneten sich 36 Unfälle mit Wildtieren. Unfälle mit Fussgängern ereigneten sich hingegen nur drei. Koster erklärt: «Appenzell Innerrhoden ist ein ländlicher Kanton ohne Autobahnen. Die Strassen sind beim Wildwechsel, wenn beispielsweise ein Reh vom einen Waldstück ins andere gelangen möchte und die Strasse überquert, nicht sehr gut geschützt.» Dafür haben die Wildhut und Jäger Reflektoren angebracht, die zur Abschreckung der Tiere dienen sollen und Autofahrerinnen und -fahrer zur Vorsicht erinnere. 

Es fällt auf, dass sich die meisten Unfälle jeweils montags und dienstags ereigneten. Von den insgesamt 108 Unfällen fanden 21 am Montag und 21 am Dienstag statt. Dies sei Koster auch aufgefallen. Dafür habe er jedoch keine Erklärung. «Dafür müsste ich Kaffeesatz lesen können», sagt er scherzend. 

Mehr Unfälle bei trockenen als nassen Strassen

Bei trockenen Strassen ereigneten sich deutlich mehr Unfälle als auf nassen oder schneebedeckten Strassen. 69 der insgesamt 108 Unfälle fanden nämlich bei trockenem Strassenzustand statt. Koster sagt: «Bei schlechteren Strassenverhältnissen sind die Autolenkerinnen und -lenker vorsichtiger unterwegs.» Ausserdem seien die Lenker im Kanton Appenzell Innerrhoden bei winterlichen Verhältnissen in der Regel mit gut ausgerüsteten Autos unterwegs. «Die meisten Fahrzeuge sind mit Winterpneus bereift», sagt er. 

Mehr Nachsitzen

Wegen Übertretungen im Strassenverkehr, beispielsweise wenn man zu zweit auf dem Velo sass oder kein Velolicht montiert hatte, wurden fehlbare Schülerinnen und Schüler fünf Mal mehr unterrichtet als im Vorjahr. Im Jahr 2020 war es nur ein Mittwochnachmittag, während es im letzten Jahr fünf waren. Diesen Anstieg erklärt Koster wie folgt: «Im Jahr 2020 konnte Corona-bedingt nur eine solche Schulung stattfinden. Die fünf Nachmittage im letzten Jahr entsprechen dem normalen Durchschnitt der letzten Jahre.  

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Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


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