Champions League: Die Milliardenshow startet in die 18. Saison
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Champions LeagueDie Milliardenshow startet in die 18. Saison

Erstmals mit einem erwarteten Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro, mit acht neuen Teams und mit ähnlichen Favoriten wie in den letzten Jahren beginnt Am Dienstag die 18. Champions-League-Saison.

111 Tage nach dem Final zwischen dem FC Barcelona und Manchester United in Rom nimmt der weltweit meistbeachtete Wettbewerb im Klubfussball seinen Betrieb wieder auf. Die Beliebtheit spiegelt sich insbesondere in finanzieller Hinsicht. Antizyklisch zur Weltwirtschaft verzeichnet der europäische Verband durch den Wettbewerb, den er 1992 umgestaltet und seither kontinuierlich aus- und umgebaut hat, mehr Rendite und Prämien für die Teilnehmer denn je. Bis zu 31,2 Millionen Euro gibt es in dieser Saison allein mit Antrittsgeld und Punkteprämien zu verdienen. Dazu kommen die Einnahmen aus den TV-Rechten und aus den Heimspielen (Ticket, Catering, Merchandising etc.).

Die ganz grossen Kracher bleiben zum heutigen Auftakt der «Königsklasse» aus. Die mutmasslich interessanteste Affiche steht in der Gruppe C an, in der Chelsea wieder einmal auf den FC Porto trifft. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen in ebenso vielen Spielen wollen die Londoner auch auf europäischer Ebene für Furore sorgen. Nicht weniger als sechs Spieler und der Trainer wissen, wie es sich anfühlt, die silberne Trophäe in die Höhe zu stemmen. Die Verteidiger Paulo Ferreira, Ricardo Carvalho und José Bosingwa (damals nicht eingesetzt) sowie Deco gewannen die Champions League 2004 unter Trainer José Mourinho mit Porto, Nicolas Anelka 2000 mit Real Madrid und Juliano Belletti 2006 als Finaltorschütze mit dem FC Barcelona.

Mourinho versucht seit letzter Saison, Inter Mailand zum ersten Titel im wichtigsten Europacup seit 1965 zu führen. Auf nationaler Stufe hatte der streitbare Portugiese sogleich Erfolg, heuer gehört er nach der Verpflichtung von Stürmerstar Samuel Eto'o mit Inter wieder zum Favoritenkreis. Zum Auftakt bekommt es das Mailänder Starensemble am Mittwoch im unbestrittenen Topspiel der ersten Runde mit Titelverteidiger Barcelona zu tun. Nach dem spektakulären Tauschgeschäft werden die Augen auf die Stürmer Eto'o und Zlatan Ibrahimovic gerichtet sein.

Wolfsburgs erster Auftritt in der Champions League steht unter einem denkbar schlechten Stern. Das nicht allzu stark veränderte Team von Armin Veh hat sich nach dem erstmaligen Titelgewinn und dem Abgang von Meistercoach Felix Magath noch nicht gefunden. Zuletzt kassierte der deutsche Champion mit dem Schweizer Goalie Diego Benaglio drei Niederlagen mit insgesamt zehn Gegentoren. «Dieses Spiel kommt zum richtigen Zeitpunkt. Es ist gut, dass uns eine ganz neue Herausforderung bevorsteht», sagte Veh vor der Partie in der Gruppe B gegen ZSKA Moskau, das neuerdings von Juande Ramos betreut wird. Pool-Favorit Manchester United muss derweil bei Besiktas Istanbul antreten.

Mit dem Debütanten Maccabi Haifa und dem französischen Meister Bordeaux besteht die Gruppe A aus zwei Aussenseitern. Klar favorisiert sind Juventus Turin und Bayern München. Juve muss zum Auftakt gegen Bordeaux unter anderen auf den am Oberschenkel verletzten Diego und auf Captain Alessandro del Piero verzichten. Bayern München reiste ohne das Sturmduo Miroslav Klose/Luca Toni nach Israel.

(si)

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