Schweizer Youtube-Hit: «Die Möwe glaubte wohl, die GoPro sei essbar»
Aktualisiert

Schweizer Youtube-Hit«Die Möwe glaubte wohl, die GoPro sei essbar»

Eine Möwe hat Martin Lozano (26) aus Wil SG die GoPro geklaut – und im Flug gefilmt. Das Video geht um die Welt: Mehr als eine Million Menschen haben es sich angeschaut.

von
lüs
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Diese Möwe auf der spanischen Insel Cíes ging auf die GoPro von Martin Lozano aus Wil SG zu - und klaute sie kurzerhand.

Diese Möwe auf der spanischen Insel Cíes ging auf die GoPro von Martin Lozano aus Wil SG zu - und klaute sie kurzerhand.

Screenshot Youtube
Der Haustechnikplaner Martin Lozano (26) und seine Frau Lisa (27) reisten in ihren Ferien durch Portugal und Spanien, als es zu dem Vorfall kam. Das Bild zeigt das junge Ehepaar auf der Insel Cíes.

Der Haustechnikplaner Martin Lozano (26) und seine Frau Lisa (27) reisten in ihren Ferien durch Portugal und Spanien, als es zu dem Vorfall kam. Das Bild zeigt das junge Ehepaar auf der Insel Cíes.

Martin Lozano
Dies ist die geklaute GoPro. Sie überlebte den Diebstahl durch die Möwe unbeschadet.

Dies ist die geklaute GoPro. Sie überlebte den Diebstahl durch die Möwe unbeschadet.

Martin Lozano

Martin Lozano (26) und seine Frau Lisa (27) aus Wil SG verbrachten ihre Ferien in Spanien und Portugal. Dabei machten sie vor zwei Wochen auch auf der spanischen Insel Cíes Halt. Dort trafen sie auf eine Möwe, die Martin Lozanos GoPro klaute – und damit davonflog.

Lozano stellte das Video auf Youtube – und dieses wurde ein Welthit: Bereits über 1,4 Millionen Menschen hatten es sich bis am Mittwochvormittag angesehen. Lozano hätte dies nie erwartet: «Es ist das allererste Video, das ich ins Internet hochgeladen habe – ich hätte schon 50 Views viel gefunden», sagt der Ostschweizer, der als Haustechnikplaner arbeitet.

Quelle: Youtube/Martin Lozano

Wie aber kam es zu der Szene? «Wir waren bei einem Leuchtturm auf Cíes am Picknicken», erzählt Lozano. «Dort gab es viele Möwen mit Jungen, die ziemlich zutraulich wirkten.» Sobald sie ihnen den Rücken zugewandt hätten, hätten die Vögel sich ihnen genähert. «Ich warf ihnen einen Olivenstein hin, um sie anzulocken.»

«Als meine Frau klatschte, liess die Möwe die GoPro los»

Den Stein verschmähte die Möwe, die sich am weitesten vorwagte. «Stattdessen ging sie zur GoPro, pickte ein-, zweimal rein – dann nahm sie sie mit dem Schnabel und flog einfach davon.» Er habe vergeblich versucht, sie der Möwe wegzunehmen. «Sie war schon zu weit weg.» Seine Frau aber sei in die Richtung gerannt, in die die Möwe flog. «Als sie in die Hände klatschte, liess die Möwe die Kamera los – zum Glück blieb sie unbeschädigt.»

Was aber wollte die Möwe überhaupt mit der GoPro? Lozano: «Die Vögel machten einen hungrigen Eindruck – ich vermute, die Möwe hielt die Kamera für etwas Essbares und wollte sie wegschaffen, um sie zu verspeisen.» Für die «Rückgabe» habe er sich bei ihr mit echter Nahrung bedankt: «Ich schenkte der Möwe ein Stück Brot. Immerhin hat sie dafür gesorgt, dass wir eine ganz spezielle Erinnerung an unsere Ferien haben.»

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