Aktualisiert 29.06.2005 21:07

Die Motive junger Straftäter

Immer mehr Innerschweizer Jugendliche werden straffällig. Die Art ihrer Taten unterscheidet sich je nach Region. Ebenso ihre Motive.

Die Luzerner Kantonspolizei konnte in den letzten drei Wochen gleich sechs Jugendliche des Diebstahls überführen. Alle sechs gaben finanzielle Gründe als Tatmotiv an (20 Minuten berichtete).

Im Kanton Zug kaum vorstellbar: «Beim Diebstahl steht meist die Mutprobe unter Kollegen oder die Langeweile, selten aber die finanzielle Not, im Vordergrund», sagt der Zuger Jugendanwalt Alex Briner. Geklaut werde dabei vor allem in Warenhäusern. Amtskollege Viktor Kälin aus Einsiedeln: «Bei uns nehmen unter Jugendlichen die Tätlichkeiten zu, nicht die Diebstähle. Es wird schneller zugeschlagen.» Dabei sei immer öfter Alkohol im Spiel. Die gleich bleibend tiefe Zahl an Diebstählen führt Kälin auf das Fehlen eines Einkaufscenters zurück.

Ganz andere Probleme haben die Nidwaldner mit ihren jugendlichen Delinquenten. «Bei uns werden vor allem Garderobenkästen aufgebrochen, an zweiter Stelle stehen Delikte im Strassenverkehr wie etwa Fahren ohne Helm und Ausweis», sagt Jugendanwältin Rita Mathis.

(sam)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.