Elektro-Motorräder 2021 – Die Töffs von morgen sind elektrisch
Die neue Zero FXE gefällt vor allem im urbanen Einsatz. Mit maximal 132 km/h kann der Stromer aber auch auch auf der Autobahn fahren.

Die neue Zero FXE gefällt vor allem im urbanen Einsatz. Mit maximal 132 km/h kann der Stromer aber auch auch auf der Autobahn fahren.

Zero Motorcycles
Publiziert

Immer mehr AuswahlDie Motorräder von morgen sind elektrisch

Noch ist kein Boom in Sicht bei den Elektromotorrädern. Doch es tut sich was auf dem Markt – und die Auswahl wird grösser.

von
Dieter Liechti

Während die Elektromobilität bei den Autos auch in der Schweiz auf der Überholspur fährt, schaffen es die elektrisch angetriebenen Zweiräder noch nicht so richtig aus der Nische. Doch das könnte sich bald ändern: Zum einen sind (fast) lautlose Motorräder vor allem in der Stadt angenehmer als die laut bollernde Spezies, zum andern wird die Auswahl an Modellen grösser.

Zero FX

Das kurz Heck verleiht der Zero FXE einen dynamischen Look.

Das kurz Heck verleiht der Zero FXE einen dynamischen Look.

Zero

Und nun bringt Elektromotorrad-Pionier Zero mit der FXE einen weiteren Stadtstromer im Supermoto-Stil an den Start. Der hochbeinige Elektriker gefällt durch eine aufgeräumte Optik und knackigere Proportionen. Zudem rollt die FXE mit viel Dampf an den Start: Ein 106 Newtonmeter und bis zu 33 kW/44 PS leistender E-Antrieb in Kombination mit einer 7,2 kWh grossen Batterie garantiert nicht nur Fahrspass pur, sondern im Stadtverkehr auch rund 160 Kilometer Reichweite. Wer ausserhalb der City Gas (pardon, Strom) gibt, muss deutlich früher an die Box. Je nach Ladetechnik dauert das Auffüllen der Batterie zwischen 1,8 und 9,7 Stunden.

Zu den Besonderheiten der FXE gehören ein kupplungsfreier Direktantrieb sowie die Kraftübertragung ans Hinterrad per Riemen. Rundum LED-Leuchten sowie ein grosses Farbdisplay als Cockpit sind weitere Details der leicht futuristisch angehauchten Supermoto. Der Schweizer Preis steht noch nicht fest, dürfte aber um die 14’000 Franken liegen.

BMW CE 04

Der BMW-Elektroroller CE 04 rollt ab Februar auf die Strasse und soll 130 Kilometer schaffen.

Der BMW-Elektroroller CE 04 rollt ab Februar auf die Strasse und soll 130 Kilometer schaffen.

BMW

Sieben Jahre nach dem BMW C Evolution schickt sich nun das neue Modell CE 04 an, den Erfolg des elektrischen Erstlings auszubauen. Verglichen mit dem C Evolution ist der neue E-Scooter zierlicher, leichter und konsequenter auf das Fahren in urbanen Räumen ausgelegt.

Bei im Stadtverkehr sehr ähnlichen Fahrleistungen wird die Batterie erheblich schneller geladen, die Reichweite des in vielen Details sehr innovativen Rollers ist mit rund 130 Kilometern nur wenig geringer als bei dem 270-Kilo-Boliden. Die Auslieferung soll im Februar nächsten Jahres beginnen. Mindestens 12’700 Franken müssen investiert werden.

DAB Motors Concept-E

Die Elektrozukunft verspricht reizvoll werden, zumindest wenn man das Concept-E von DAB Motors betrachtet.

Die Elektrozukunft verspricht reizvoll werden, zumindest wenn man das Concept-E von DAB Motors betrachtet.

DAB

Die für retro-puristische Motorradumbauten bekannte Firma DAB Motors aus Frankreich gibt mit dem Concept-E Ausblick auf ein künftiges Elektromotorrad der 125er-Klasse. Optisch orientiert sich das futuristisch angehauchte Bike am Supermoto-Stil. Auffällig ist ein sehr einfacher Aufbau, bei dem die Batterie zugleich als tragendes Element dient.

Der E-Motor befindet sich direkt vor der Zweiradschwinge des Hinterrads. Für die Kraftübertragung ist ein Riemenantrieb verantwortlich. Mit dem 10 kW/14 PS starken Motor ist man im urbanen Bereich locker unterwegs. Die 51.8V-Li-Ionen-Batterie ist ebenfalls bescheiden dimensioniert. Reichweite und Höchstgeschwindigkeit liegen jeweils bei nur knapp über 100 Kilometern beziehungsweise km/h.

Welches Modell gefällt dir am besten? Besitzt du bereits ein E-Motorrad? Was für eines?

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