Die Nacht des schlechten Schlafs
Aktualisiert

Die Nacht des schlechten Schlafs

Der Mensch schläft nicht jede Nacht gleich gut. Eine britische Studie hat nun den Wochentag ermittelt, an dem das Einschlummern besonders schwer fällt.

Befragt wurden 3500 Erwachsene im Auftrag der Hotelkette Travelodge. Das Ergebnis ist eindeutig: 60 Prozent schlafen in der Nacht von Sonntag auf Montag am schlechtesten. Mehr als ein Viertel aller Befragten hat sich nach einer solchen Nacht am Montag wegen Schlafmangel schon krank gemeldet. Umgekehrt schlummern nicht weniger als 80 Prozent in der Nacht auf Samstag am besten, also am Ende einer Arbeitswoche.

Womit ein wichtiger Punkt für Schlafstörungen angesprochen ist: Probleme am Arbeitsplatz rauben vielen Menschen die Nachtruhe. Mehr als 23 Millionen Briten verlieren angeblich jede Nacht eine Stunde Schlaf, weil sie sich vor dem Gang zur Arbeit am nächsten Tag fürchten. Ein schwieriger Chef, eine wichtige Präsentation oder das Verpassen einer Deadline wurden in der neusten Studie als Gründe genannt. Vor dem Beginn einer Arbeitswoche scheinen sich diese Effekte noch zu verstärken.

Wenig bewegen, viel essen

Damit allein lasse sich das Ergebnis aber nicht erklären, erklärte Neil Stanley, ein Schlafexperte am Norfolk and Norwich University Hospital, der BBC: «An Sonntagen entwickeln die Leute oft nur geringe körperliche und geistige Aktivitäten. Zudem nehmen sie gerne eine ausgiebige Mahlzeit zu sich, die schwer im Magen liegt.»

Für Dr. Stanley gibt es ein einfaches Mittel gegen Schlaflosigkeit: Am Tag wach und aktiv bleiben und die Schlafgewohnheiten so konstant wie möglich halten. «Unser Körper möchte, dass wir jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen.»

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