Caterham Seven 165: Die nackte Kanone
Aktualisiert

Caterham Seven 165Die nackte Kanone

Eine Fahrt im Seven ist besser als Sex. Behauptet unser Testfahrer.

von
Thomas Geiger
Augen zu und durch: Wer im Caterham Seven 165 Platz genommen hat, gibt Gas und will Spass.

Augen zu und durch: Wer im Caterham Seven 165 Platz genommen hat, gibt Gas und will Spass.

660 Kubik und 80 PS und trotzdem ein Sportwagen? Bei nur 490 Kilo ist das kein Problem: Mit dem neuen Seven 165 beweist Caterham, dass diese Radikaldiät auch auf die billige Tour zu haben ist – und trotzdem unglaublich Spass macht. Denn los geht es bei den Briten schon mit 32'500 Franken.

Dafür gibt es einen Auto, das aufs wirklich Wesentliche reduziert wurde: Die Karosserie nicht einmal kniehoch, Sitzschalen wie Schraubstöcke, der Bug schlank wie ein Einbaum, die Vorderräder im Freien, die Seitenscheiben aus Plastik und die Frontscheibe nur ein Alibi, erinnert der Seven an einen Formel-1-Rennwagen aus den Fünfzigern.

In der Theorie mag man zwar über den winzigen Dreizylinder-Turbo lachen, den Caterham samt dem knackig kurzen Fünfganggetriebe und der starren Hinterachse aus dem Suzuki Jimny übernimmt. Und wenn man atemlos von 161 km/h Höchstgeschwindigkeit erzählt, kommt bei Porsche-Fahrern nur das grosse Gähnen. Doch sobald man sich einmal in die enge Röhre gezwängt hat, sieht die Welt ganz anders aus.

6,9 Sekunden auf Tempo 100 – selten haben sich 80 PS so dynamisch angefühlt wie in diesem Auto. Immer und immer wieder will man diesen Rausch erleben und je länger man durch die Kurven sticht, desto fester wird die Überzeugung, dass eine Fahrt im Seven womöglich sogar besser ist als Sex.

Und: Selten hat man in einem Sportwagen ein so gutes Gewissen. Denn ganz ohne Hybrid und anderen Schnickschnack kommt der Seven auf einen Normverbrauch von 4,9 Litern.

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